CEE-Wirtschaft läuft gut, Vorsprung sinkt jedoch

Markt / 13.11.2014 • 19:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. In den meisten Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas beschleunigt sich heuer das Wachstum, der Vorsprung beim BIP-Plus gegenüber EU und Eurozone wird aber 2015 trotz anhaltend guter Werte sinken. In sechs der 21 Länder liegt die Wirtschaftskraft noch immer nicht über dem Finanzkrisenjahr 2007. Außer der Ukraine sollen aber 2015 anders als heuer alle Ost-Staaten wachsen, auch Russland, so das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW). Am besten stehen derzeit die Peripherie-Länder Kosovo, Kasachstan und Türkei da, aber aufgrund ganz spezifischer Bedingungen. Im Mittelfeld relativ weit vorn – gleich nach Polen – kommt Ungarn mit heuer voraussichtlich 3 Prozent Wachstum, das sich aber 2015 auf 2,2 Prozent abschwächen dürfe. Schlusslichter sind neben der Ukraine heuer – und wahrscheinlich auch 2015 – Serbien und Kroatien.

Trend insgesamt positiv

Den Mittelfrist-Trend für die elf neuen EU-Mitgliedsstaaten (NMS) der Region sieht das WIIW „insgesamt positiv“. In den meisten Ländern werde sich das BIP-Wachstum graduell beschleunigen. Ausnahmen seien Ungarn und Slowenien – für die ein langsameres Plus gesehen wird – sowie Polen, wo der relativ starke Anstieg anhalten soll.