Die Finanzmärkte haben sich stabilisiert

Markt / 14.11.2014 • 18:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Günther Weber

Günther Weber

schwarzach. Nachdem im Sommer Befürchtungen auftauchten, die Weltwirtschaft könnte in eine Stagnation und Deflation zurückfallen, haben sich die Märkte stabilisiert – zumindest auf kurze Sicht. Was ist geschehen? In der Eurozone haben sich wichtige Stimmungsindikatoren leicht verbessert. Zudem hat die US-amerikanische Zentralbank ihr Anleiheankaufsprogramm eingestellt. Für 2015 werden erste Leitzins-Erhöhungen angezeigt. Die Frage ist, welche Zentralbank die Rolle der amerikanischen Notenbank übernehmen wird? Das wurde teilweise beantwortet: Die japanische Zentralbank hat kürzlich das Wertpapier-Ankaufprogramm auf jährlich rund 720 Mrd. US-Dollar ausgeweitet. Schließlich hat sich der handelsgewichtete US-Dollar weiter gefestigt. Das hat unter anderem den Effekt, dass der Deflationsdruck aus dem Euro- und Yen- in den US-Dollar-Raum exportiert wird. In den USA sind die Inflationsrisiken im Unterschied zu vielen anderen Ländern ausgeglichen. Der globale Deflationsdruck wird gleichmäßiger verteilt. Die Erklärung der japanischen Notenbank wirft ein Schlaglicht auf einen Trend, der durch das niedrige Zinsniveau bestimmt ist: Investoren erhöhen den strategischen Anteil für Aktien und internationale Wertpapiere.

guenther.weber
@feldkirch.sparkasse.at

Günther Weber,
Veranlagungsspezialist Sparkasse