Sich stark machen für die Kunden

Markt / 14.11.2014 • 10:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Während ihrer Lehrzeit bestens auf Schiene gebracht werden die vier Lehrlinge vom Ausbilder-Trio. Foto: AGM
Während ihrer Lehrzeit bestens auf Schiene gebracht werden die vier Lehrlinge vom Ausbilder-Trio. Foto: AGM

Mit Interesse und
Kundenorientierung punkten die Jungen beim Ausbilder-Trio.

Christine Mennel

Sie sind im Ausbilderteam zu dritt. Wie gelingt es Ihnen, auf einer Linie zu bleiben?

Loretz: Die Stärken als Ausbilder müssen vielseitig sein: Wir als Team vereinen sehr vieles, was wichtig ist: die soziale Einstellung und
Fachkompetenz. Unter uns findet der Lehrling den
Zuhörer und auch den strengen Vorgesetzten. Für Ausbilder und Lehrlinge ist die wichtigste Eigenschaft meiner Meinung nach aber die familiäre Zusammenarbeit.

Sie sind seit sieben Jahren Ausbilderin: Wie „verflixt“ ist dieses Jahr?

Loretz: Es ist immer wieder eine große Herausforderung, man lernt sehr viel auch von den Jugendlichen und es macht Freude, wenn man ihnen helfen kann. Sowohl bei der Arbeit als auch in der Schule. Ich fühle mich total wohl in dieser Rolle.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen?

Loretz: Bei uns werden seit 15 Jahren Lehrlinge ausgebildet, zur Zeit sind es vier Jugendliche, die den Beruf zum Großhandelskaufmann/-frau erlernen. Im Großen und Ganzen ist es nicht wirklich schwer, mit Lehrlingen zu arbeiten. Es gibt immer wieder spezielle Situationen, aber im Normalfall wird dies bei uns im Team gelöst. Unsere Lehrlinge sind künftige Fachkräfte und für die betriebliche Zukunft sehr wichtig.

Wie kommen Sie an die Besten und was wird von Ihnen erwartet?

Loretz: Großteils finden wir unsere Lehrlinge über unsere Homepage, das Beste ist allerdings gute Mundpropaganda. Ein Lehrling in unserer Branche muss offen
sein gegenüber Kunden, Interesse an der Arbeit für Lebensmittel, Logistik, Kundenservice sowie Bestellungen und auch Regalbetreuung zeigen.

Welche Firmenphilosophie wird im Unternehmen gelebt?

Loretz: „Wir machen uns stark, damit Sie (der Kunde) es leichter haben.“

Warum ist AGM ein „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“?

Loretz: Wir wurden das zweite Mal ausgezeichnet. Wir sind sehr um unsere Lehrlinge bemüht. Sie werden mithilfe eines Ausbildungsplans ausgebildet und bekommen bei Bedarf Nachhilfe. Zusätzlich können sie mit 18 Jahren den Staplerführerschein machen sowie Schulungen und Zusatzkurse.

Welche Bonifikationen gibt es außerdem?

Loretz: Talentierte Lehrlinge erhalten von uns Prämien bei guten schulischen Leistungen, oder sie bekommen Weihnachtsgutscheine. Allerdings glaube ich, dass ein Lob von den Vorgesetzten die größte Motivation ist.

Mit welchen Schwierigkeiten kämpfen die Jugendlichen?

Loretz: Die Lehrlinge sind immer sehr unterschiedlich, aber die größten Probleme treten in der Schule oder im privaten Bereich auf. Die haben wir bis jetzt zum Glück immer positiv gelöst.

Wo liegen die Ausbildungsschwerpunkte?

Loretz: In der Selbstständigkeit der Lehrlinge und in der Bildung ihrer Fachkompetenz sowie im Kundenservice und in der Teamfähigkeit. Sie werden nach einem Ausbildungsplan ausgebildet, daher wird regelmäßig die Abteilung gewechselt. Zusätzlich führen wir
einen monatlichen „Mini-Mag“ durch (Mini-Mitarbeiter-Gespräch), bei dem Probleme, Fragen und Anliegen
zusätzlich besprochen werden.

Zur Person

Melanie Loretz

Ausbildung: Hotel- und Gastgewerbe Assistentin

Laufbahn: Lehre, Geselle, Wechsel in den Großhandel, Lehrlingsausbilderin, Betriebsrätin

Alter: 35 Jahre

Familie: In einer Beziehung, ein Sohn (4)

Hobbys: Familie, Freunde und Natur