Ölz bäckt umweltbewusst

Markt / 17.11.2014 • 21:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Florian Rusch ist Energiemanager beim Meisterbäcker Ölz.  Foto: Gmeiner
Florian Rusch ist Energiemanager beim Meisterbäcker Ölz. Foto: Gmeiner

Der Meisterbäcker lässt der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie konsequent Taten folgen.

Dornbirn. (VN-toh) Beim Familienunternehmen Ölz ist das Thema Energieeffizienz nicht nur Mittel zum Zweck. Die Teilnahme am
1. Energieeffizienz-Netzwerk Österreichs sowie die Verleihung des Energie Awards 2011 untermauern: Die Unternehmensziele basieren auf einer langfristigen, nachhaltigen und wert­orientierten Strategie, wie Bernhard Ölz, geschäftsführender Gesellschafter, verdeutlicht: „Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind ein wichtiger, tagtäglich gelebter Teil unserer Unternehmensphilosophie.“ Bereits 2011 wurde das erste umfassende Projekt zur Optimierung der Wärmerückgewinnung in Angriff genommen.
Abwärme ist wertvolle Heizenergie.

Abwärme wird genutzt

Mit einer sinnvollen Verwertung von Abwärme lassen sich erhebliche Mengen an Energie einsparen. Vor allem dann, wenn sie – wie bei der Herstellung von Backwaren – in ausreichenden Mengen vorhanden ist. Ölz setzt in den beiden Bäckereien in Dornbirn die Energieformen Strom und Gas ein. Kälteenergie wird vor allem zur Kühlung von Backzutaten und zur Abkühlung des fertigen Produkts benötigt. Insgesamt ist eine Produktionsfläche von 60.000 m2 zu beheizen. „Es ist uns gelungen, die verwendete Energie in Form von Abwärme für unser Warmwasser und unser Heizungsystem einzusetzen. Dies ist möglich gewesen, weil wir die Energie, welche wir im Zuge des Back- und Kühlprozesses benötigen, nun weiter verwenden“, erklärt Florian Rusch, Energie-Manager beim Meisterbäcker, die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen. Durch die Erneuerung des Hydraulik-Systems und der Nutzung der Abwärme von Kältemaschinen und Druckluftkompressoren konnte die Abwärme optimal genutzt werden.

Temperaturniveau angepasst

Diese Verbesserungen konnten durch die Einbindung der Kältemaschinen und die Optimierung der Hydraulik (Strömungsverhalten von Flüssigkeiten) erzielt werden. Gleichzeitig wurde das Speichervolumen erhöht, die Wärmerückgewinnung zentral zusammengefasst – und das Temperaturniveau angepasst. Durch die gesetzten Maßnahmen können nun jährlich 1268 MWh statt bisher 530 MWh Wärme ausgekoppelt werden. Diese Steigerung entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Energiebedarf von rund 64 Einfamilienhäusern.

Die erfolgreiche Bilanz des Ölz-Energie-Management-Teams ist für uns Ansporn für weitere Projekte.

Bernhard Ölz

Zahlen & Fakten

» Standort: Dornbirn

» Mitarbeiter: 880

» Umsatz 2013: 200 Millionen Euro

» CO2-Einsparung: 498 Tonnen CO2
im Jahr 2013

» Exportanteil: 43,1 Prozent