ASFINAG investiert in Vorarlberg 42 Millionen

Markt / 26.02.2015 • 22:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Tage sind gezählt. Ab 21. April müssen alle Fahrzeuge über den Arlbergpass fahren.  Foto: VN/Hofmeister
Die Tage sind gezählt. Ab 21. April müssen alle Fahrzeuge über den Arlbergpass fahren. Foto: VN/Hofmeister

Die Hälfte ihrer Einnahmen investiert die ASFINAG ins Straßennetz. In Vorarlberg sind das 42 Millionen.

Schwarzach. (VN-sca) Als Autofahrer weiß man nicht so recht – soll man sich freuen oder ärgern. Die ASFINAG kündigt für Vorarlberg Investitionen in ihr Straßennetz in der Höhe von 42 Millionen Euro an. Das bedeutet langfristig zwar eine Verbesserung der Sicherheit und des Komforts auf den mautpflichtigen Straßen im Land, es bedeutet aber auch, dass, wer von Hörbranz an den Arlberg reist, gleich mehrere Nadelöhre passieren muss. Staus sollten also eingeplant werden.

Schulden abbauen

Die ASFINAG investiert in ihr Straßennetz heuer rund eine Milliarde Euro, Einnahmen lukriert die Gesellschaft in der Höhe von rund 1,9 Milliarden. Mit dem, was unterm Strich übrig bleibt, müssen Schulden abgebaut werden. Die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft, wie die Straßenbetreiber im vollen Wortlaut heißen, sitzen nämlich auf einem Schuldenberg von 11,5 Mrd. Euro. Klaus Schierhackl, Co-Vorstand der ASFINAG, verspricht, dass die Schulden binnen 20 Jahren abgebaut werden.

Die größte Baustelle, die Vorarlbergs Pkw- und Lkw-Fahrern droht, ist der Arlbergtunnel, der gleich nach Ende der Skisaison für den gesamten Verkehr gesperrt wird. Ab 21. April bis 14. November wird der gesamte Verkehr über den Arlbergpass  oder wirklich großräumig über Deutschland und die Schweiz  geleitet. Bereits seit Herbst arbeiten Nacht für Nacht zwischen 20 und 30 Mann an der Sanierung des Arlbergtunnels und der Errichtung von 37 zusätzlichen Fluchtwegen. Die abwechselnden
Nachtanhaltungen funktionieren reibungslos. Eigene Begleitfahrzeuge eskortieren den Verkehr während der Nacht durch den Tunnel – über 500 Kilometer pro Nacht legen die Mitarbeiter bei diesen Begleitfahrten zurück.

Verkehrslösung für Lkw

Mit den Behörden und den Wirtschaftskammern von Vorarlberg und Tirol einigte sich die ASFINAG auch auf eine Verkehrslösung für den Lkw-Verkehr. Ein klar definierter Bereich von Ziel- und Quellverkehr ermöglicht es Lkw, auch mit Anhänger, den Arlbergpass zu nützen. Für die Wochenenden besteht ein zusätzliches Fahrverbot für Pkw mit schweren Anhängern von über 750 Kilogramm, damit der Verkehr ohne große Probleme über den Pass geführt werden kann.

Der Arlbergtunnel ist für die ASFINAG aber nicht Herausforderung genug: Sie will auch die Verkehrssicherheit auf der Rheintalautobahn erhöhen und dem Gewässerschutz genüge tun. Gewässerschutzanlagen werden neu errichtet und entsorgen auf dem neuesten Stand der Technik das Oberflächenwasser fachgerecht.

Griffigere Fahrbahn

Neue griffigere Fahrbahnen erhöhen die Verkehrssicherheit für die Autofahrer wesentlich. „Die ASFINAG achtet dabei darauf, dass trotz der Bauarbeiten der Zeitverlust für Autofahrer auf ein Minimum reduziert wird. Das gewährleisten etwa zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung, die bei den Baustellen grundsätzlich vorgesehen sind“, verspricht ASFINAG-Sprecher Alexander Holzedl.

Die Baustellen

» S 16:  Arlbergtunnel, Baustart Winter 2014, Fertigstellung 2017

» A 14 : Instandsetzung Klaus bis Rankweil, Baustart 09.06.2015, Fertigstellung 31.10.2015

» A 14: Wasserrechtliche Sanierung Hörbranz bis Pfändertunnel inkl. Sanierung Brücke V 13, Baustart 01.06.2015, Fertigstellung 31.10.2015

» A 14: Höhenangleichung Anschlussstelle Hörbranz, Fertigstellung 07.08.2015

» A 14: Wasserrechtliche Sanierung Bereich Klaus, Baustart 03.08.2015, Fertigstellung 20.05.2016,