Von den Besten lernen, wie man intelligenter produziert

Markt / 25.09.2015 • 19:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
1zu1 Prototypen gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen beim Rapid Prototyping und 3D Druck.  Foto: Todorovic
1zu1 Prototypen gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen beim Rapid Prototyping und 3D Druck. Foto: Todorovic

Ausschöpfen des
enormen Potenzials heimischer Betriebe.

Schwarzach. (VN) Die heimische Industrie ist ein wesentlicher Treiber für das Wirtschaftswachstum und den nachhaltigen Erfolg des Standortes Vorarlberg. Um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren die heimischen Betriebe laufend in neue Fertigungsanlagen und effiziente Produktionsprozesse. Der vieldiskutierte Einzug des Internets der Dinge soll nun der nächste Entwicklungsschritt darstellen. Diesbezüglich wurde in Deutschland das Schlagwort Industrie 4.0 geprägt, welches unter anderem für verstärkte Umsetzung moderner Fertigungsabläufe und eine durchgängige Digitalisierung der Prozesse steht. Um den Austausch und die Vernetzung unter den heimischen Betrieben zu stärken, wird im Land Vorarlberg ein Netzwerk etabliert, bei welchem sich Unternehmen rund um das Thema Industrie 4.0 gegenseitig unterstützen.

V-Netzwerk

Mittels Sondierungsinterviews der Wirtschaftsstandortgesellschaft (WISTO) wurde im Frühjahr 2015 die Bedeutung des Schlagwortes Industrie 4.0 in Vorarlberg analysiert, wesentliche Themenfelder identifiziert und daraus erste Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft abgeleitet. Die Umfrage unter 26 Vorarlberger Unternehmen erforschte die wichtigsten Themen, Trends und Herausforderungen für heimische Betriebe in der Produktion. Eine wesentliche Erkenntnis dieser Kurzstudie ist, dass insbesondere die flexible, wandlungsfähige Produktion bzw. Losgröße 1 ein wichtiges Thema für heimische Betriebe ist. Zusätzlich sind besonders die Themen Automatisierung, Digitale Produktion und Integration von Kunden und Lieferanten in die Wertschöpfungsprozesse im Fokus der Unternehmen.

Hilfestellung für Betriebe

Basierend auf den Umfrageergebnissen initiieren das Land Vorarlberg, die Wirtschaftskammer Vorarlberg, die Industriellenvereinigung Vorarlberg und die WISTO das „V-Netzwerk Intelligente Produktion“. Neben der Hilfestellung für Unternehmen bei der Vernetzung, beim Wissensaufbau sowie bei Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen, ist auch die Ausrichtung verschiedener Veranstaltungsformate, wie Themenworkshops oder Best Practice Beispiele, Aufgabe des „V-Netzwerks Intelligente Produktion“.

Themenworkshop

Beim ersten Themenworkshop des „V-Netzwerk Intelligente Produktion“ am 8. Oktober 2015 wird aus wissenschaftlicher und angewandter Perspektive die Technologie Additive Fertigung und 3D- Druck näher beleuchtet. Dazu referiert Prof. Dr. Mirko Meboldt von der ETH Zürich zu den Chancen und Risiken der 3D-Druck-Technologie, sowie Dipl.-Ing. Markus Schrittwieser von 1zu1 Prototypen, zu der fertigungstechnischen Grenzen klassischer Konstruktions- und Herstellverfahren. Das Dornbirner Unternehmen 1zu1 Prototypen fungiert dabei nicht nur als Gastgeber, sondern gibt auch praktische Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich Rapid Prototyping und 3D Druck.

Industrie 4.0 (Auszug)

» Internet der Dinge – Internet of Things (IOT)

» Digitale Produktion, Intelligente Fabrik

» Digitalisierung und Automatisierung

» Flexible Produktion – Losgröße 1

» Lernende Systeme

» Integration von Kunden und Lieferanten

» Neue Geschäftsmodelle

Eine redaktionell unabhängige Serie der VN mit Unterstützung der WISTO GmbH.