20 Millionen Euro für das Hochregallager bei Flatz

Markt / 30.09.2015 • 22:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Über 15 Millionen Euro kostete das Werk 4, in dem im Lauteracher Industriegebiet Süd Dämmstoff produziert wird.  Foto: Werk
Über 15 Millionen Euro kostete das Werk 4, in dem im Lauteracher Industriegebiet Süd Dämmstoff produziert wird. Foto: Werk

Am Wochenende wird Werk 4 eingeweiht. Nächste Baustufe ist bereits geplant.

Lauterach. (VN-sca) Der Lauteracher Verpackungs- und Dämmstoffspezialist Flatz, der derzeit 270 Mitarbeiter beschäftigt, setzt seinen ehrgeizigen Expansionskurs fort. Nachdem im Lauter­acher Industriegebiet Süd bereits drei Flatz-Werke und zwei Lagerhallen stehen, soll jetzt die Lagerlogistik auf den neuesten Stand gebracht werden, wie Firmenchef Hanspeter Flatz (63) und Prokurist Stefan Flatz (34) im Gespräch mit den VN berichten.

Flatz ist in der vergangenen Zeit stark gewachsen, Umsatz (2014: 63 Mill. Euro) und Gewinn konnten binnen weniger Jahre verdoppelt werden. Zurückzuführen sei das auf innovative Lösungen, die für die Kunden entwickelt wurden, außerdem wurde laufend in Produktionsanlagen und vor allem in den Kundenservice investiert, begründet Hanspeter Flatz den Erfolgslauf des Familienunternehmens, das 1935 gegründet wurde. Gerade wurde im Werk 2 um zwei Millionen Euro eine neue Stanzlinie für Wellpappverpackungen angeschafft.

Klarer Wettbewerbsvorteil

Rund 20 Millionen Euro sollen 2016 in das neue Logistikzentrum investiert werden, das Konzept mit vollautomatischen Hochregallagern sei ein klarer Wettbewerbsvorteil. „Besserer Service, schneller und flexibler“, bringt es Flatz junior auf den Punkt. Das neue Lager verbindet auch die drei derzeitigen Produktionsstätten am Standort im Lauteracher Industriegebiet Süd. Derzeit wird das Gelände von der Spedition Braun benutzt, die im nächsten Jahr die Flächen räumt. Das Zentrallager wird auf 13 Lagerebenen in fünf Gassen rund 15.000 Palettenplätze bieten.

Entlastung für Strohwinkel

Der Neubau hat erfreuliche Folgen für den Ortsteil Strohwinkel, wo das Unternehmen ursprünglich beheimatet war. Das dort befindliche Werk 1, das derzeit hauptsächlich der Lagerung von Ziehdosen dient, wird dann nicht mehr benötigt. „Es entfallen dadurch jährlich rund 600 Lkw-Fahrten in das Wohngebiet“, so Hanspeter Flatz. Auch im Industriegebiet werden Flächen frei, die bislang als Lager genutzt werden. Die beiden Zeltlager werden abgebaut, die Flächen, eine gehört Flatz, die zweite wurde gepachtet, stehen für weitere Betriebsansiedlungen zur Verfügung. Außerdem wird eine Lagerfläche in Werk 4 zur Produktionsfläche umfunktioniert. Das dürfte auch die Gemeinde Lauterach freuen, die bereits Zustimmung zu den Plänen signalisiert hat. Wohl auch deshalb, mutmaßt Stefan Flatz, weil man beim letzten Umbau auch architektonische Akzente gesetzt habe.

Platzreserven

Flatz besitzt auch nach dem Bau des neuen Logistikzentrums Grundstücksreserven im Industriegebiet. Dieses Areal will das Unternehmen langfristig für die Produktionserweiterung im Bereich Wellpappe freihalten. Bei einer späteren Bebauung habe man bereits eine maximale Gebäudehöhe von 24 Metern zugesagt. Anlässlich der Eröffnung am Samstag werden alle Werke für Besucher geöffnet, so Stefan Flatz.

Tag der offenen Tür, Samstag, 2. Oktober, 9.30 Uhr, Fa. Flatz, Industriegebiet Lauterach