Grün-Blau gegen Blau-Gelb

30.09.2015 • 20:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ikea kann  anders als nur blau-gelb. Im Bild ein City-Möbelhaus in Hamburg, von „DFZ Architekten“ entworfen. 
Ikea kann  anders als nur blau-gelb. Im Bild ein City-Möbelhaus in Hamburg, von „DFZ Architekten“ entworfen. 

Lange haben sich Grüne und Blaue mit ihrer Gegenposition zu Ikea Zeit gelassen. 

Lustenau. (VN-sca) Bereits im März vor den Gemeinderatswahlen berichteten die VN über die mögliche Ansiedlung des blau-gelben Möbelhauses Ikea in Lustenau. Bürgermeister Kurt Fischer (50) bestätigte die Pläne in der Folge mehrfach und ließ wissen, dass mit dem Management des Einrichtungshauses verhandelt wird. Das war sowohl im Landhaus in Bregenz wie auch im Rathaus Lustenau bekannt.

Nun hat die blaue Rathaus-Fraktion in Lustenau zur geplanten Ikea-Ansiedlung im Millennium Park Position bezogen. Die Blauen lehnen das Projekt rundweg ab. Fraktionsführer Martin Fitz (45) spricht von einer untragbaren Belastung, die allen Bemühungen zuwiderlaufe, der Verkehrsmisere in Lustenau entgegenzuwirken. Für Fitz geht es nicht an, „dass wir einerseits vehement und zu Recht die Z-Variante fordern, andererseits einen Frequenzbringer in die Gemeinde lotsen würden“.

Fitz möchte die noch zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen im Millennium Park mit Betrieben füllen, die nicht so viel Verkehr verursachen und weiß sich damit eins mit dem grünen Umweltlandesrat Johannes Rauch (56), der zwar nichts gegen das Möbelhaus habe, aber wegen der Verkehrsbelastung – er spricht von täglich 10.000 Fahrzeugen mehr – auf dessen Ansiedlung verzichten würde. Aus der Bevölkerung habe er, so Fischer, weitgehend positive Reaktionen erhalten.