Zumtobel investiert und baut ab im Werk Lemgo

01.10.2015 • 18:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Werk Lemgo der Zumtobel Group ist nach monatelangen Verhandlungen Zuversicht eingekehrt. Foto: Reineke/LZ
Im Werk Lemgo der Zumtobel Group ist nach monatelangen Verhandlungen Zuversicht eingekehrt. Foto: Reineke/LZ

Umstrukturierung in der Zumtobel Group geht weiter – deutsches Werk  im Fokus.

Dornbirn, Lemgo. (VN-sca) Im Werk Lemgo des Dornbirner Lichtkonzerns Zumtobel herrschte seit Jahresbeginn Unsicherheit. Die wurde, zumindest aus Sicht der Gewerkschaft, noch verschärft durch den Wechsel des Geschäftsführers im April. Markus Kronenwett  löste Ulrich Kaltenborn ab, der nach drei Jahren an der Spitze des Betriebes wegen „der großen persönlichen Belastung“ ausschied. Erich Koch, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Lippe, befürchtete Schlimmstes. Nämlich den Abbau von bis zu 370 Stellen.

Nun hat sich Zumtobel mit dem Betriebsrat auf den Abbau von 70 Stellen im Leuchtenwerk Lemgo geeinigt. Da bereits mehr als 40 Zeitverträge ausgelaufen sind, müssen noch 27 Mitarbeiter gehen.

Dass man dies „ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht habe“ sei ein Erfolg, so der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Justus Schäfer gegenüber der Lippischen Landes-Zeitung. Es sei dem Betriebsrat gelungen, gute Konditionen  für die scheidenden Mitarbeiter auszuhandeln. Diese hätten ihre Aufhebungsverträge schon unterzeichnet. Nicht glücklich ist Schäfer darüber, dass die Firma keine Beschäftigungssicherung auf Zeit versprochen habe. Pläne für einen weiteren Stellenabbau im deutschen Werk gebe es allerdings nicht, so das Unternehmen. 

Im Gegenteil: Noch heuer will der Lichtkonzern mit Hauptsitz in Dornbirn nach Angaben des Lemgoer Geschäftsführers eine halbe Million Euro in die Montage von Strahlern stecken. „Ein Meilenstein“ für Kronenwett. Noch überwiege in diesem Bereich die Handarbeit. Und spätestens Anfang 2016 soll eine neue Produktlinie von Maschinen montiert werden. Durch die Automatisierung werde das Werk konkurrenzfähiger. Kronenwett will durch diese Investitionen die Produktion steigern und Arbeitsplätze sichern.