China, USA und VW verunsichern die Märkte

Markt / 02.10.2015 • 20:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ines Frei
Ines Frei

schwarzach. Nach der Entscheidung der US Notenbank, die Leitzinsen doch unverändert zu lassen, haben sich die Märkte nicht stabilisiert, sondern sind unter hohen Schwankungen weiter nach unten gegangen. Die Bedenken, dass die Schwäche der Schwellenländer auf die entwickelte Welt übergreifen könnte, bekamen neue Nahrung. Die Blicke sind dabei vor allem auf China gerichtet, das durch die Abwertung des Renmimbi die Börsen im August durcheinander gewirbelt hatte.

Die Marktteilnehmer befürchten, dass die Verschiebung der ersten Zinserhöhung seit sieben Jahren später noch stärkere Leitzinserhöhungen erfordern könnte.

Deutliche Korrekturen

Diese Unsicherheit hat mittlerweile auf andere Märkte wie z.B. Unternehmensanleihen im Hoch-Zins-Segment übergegriffen. Bei dieser Anlageklasse ist es sowohl in Europa wie auch in den USA ebenfalls zu deutlichen Korrekturen gekommen. Zu alldem hat die VW-Affäre die Aktienmärkte, insbesondere die Autobranche, belastet. Profitiert haben in diesem Umfeld Staatsanleihen hoher Bonität aus Ländern wie USA, Deutschland aber auch anderen Euroländern. In den USA nähern sich die 10-jährigen Renditen für Staatsanleihen der 2-Prozent-Marke (von oben), in Deutschland ist wieder die Marke von 0,5 Prozent ins Visier genommen worden.

Hoffnung auf EZB-Programm

Die stark gefallenen Rohstoffpreise, aber besonders die Wachstumsschwäche der Schwellenländer, haben die Inflationserwartungen nach unten gedrückt. Für deutsche inflationsgeschützte Anleihen liegt die Erwartung für die nächsten zehn Jahre knapp unter 1 Prozent. Es mehren sich die Hoffnungen bzw. die Erwartungen einer Ausweitung des Anleihen-Ankaufsprogramms der Europäischen Zentralbank.

ines.frei@dornbirn.sparkasse.at

Veranlagungsspezialistin
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