IV will Arbeitserlaubnis für Asylbewerber

13.10.2015 • 16:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. (VN) Der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Kapsch, spricht sich für die Arbeitserlaubnis für Asylbewerber – noch vor einer allfälligen Anerkennung als Flüchtling – aus. Die Möglichkeit zu arbeiten sollte nach einem bis drei Monaten Aufenthalt bestehen, ohne Arbeitsmarktprüfung. Angesprochen auf die Rekordarbeitslosigkeit in Österreich und die Tatsache, dass derzeit 17.000 bereits anerkannte Flüchtlinge keinen Job finden, meint Kapsch, die Asylbewerber sollten wenigstens die Chance haben, sich zu bewerben. Einigen würde die Integration in den Arbeitsmarkt gelingen. Nichts tun dürfen und nur zu warten sei das Schlimmste. Die Behörden sollten bei Angeboten für die Unterbringung von Flüchtlingen bürokratische Hemmnisse mit Notverordnungen außer Kraft setzen, denn an Kleinigkeiten wie zu wenig Duschen oder Kochstellen dürfe es nicht scheitern. Die IV setzt sich auch dafür ein, dass junge Asylbewerber als Lehrlinge aufgenommen werden. In seinem Unternehmen gebe es seit Jahren Lehrlingsprogramme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.