Mehr Arbeitslose bis 2018

13.10.2015 • 17:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wifo-Prognose bringt trübe Aussichten für den Arbeitsmarkt.

Wien. (VN) Bis 2018 steigt die Arbeitslosenrate Konjunkturexperten zufolge voraussichtlich auf knapp zehn Prozent weiter an, ehe sie sich bis 2020 auf rund 9,5 Prozent etwas beruhigt. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) hervor. Die Zahl der Arbeitslosen wird bis zum Jahr 2018 auf 397.000 klettern, das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorkrisenjahr 2008 (um 185.000 mehr). Im Fünfjahreszeitraum 2016-2020 ist nur ein mäßig besserer BIP-Anstieg von 1,5 Prozent jährlich zu erwarten, nach dem flauen Wirtschaftswachstum von nur einem Prozent pro Jahr im Vergleichszeitraum 2011–15. Die leichte Ausweitung der Wirtschaftsleistung ermögliche zwar ein Beschäftigungsplus von einem Prozent im Schnitt der kommenden fünf Jahre, bringe aber keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, so die Konjunkturforscher. Denn auch das Arbeitskräfteangebot steigt, im Schnitt um 0,9 Prozent pro Jahr.

Dieser Zuwachs resultiere aus einer Zunahme an ausländischen Arbeitskräften, einer höheren Frauenerwerbsbeteiligung und der Verschärfung der Bedingungen für die Früh- und Invaliditätspension. Die Zahl der Asylanträge habe sich heuer von Jänner bis August gegenüber dem Vorjahr von 13.712 auf 46.133 mehr als verdreifacht. Angesichts der Lage dürfte die österreichische Bevölkerung auch in den nächsten Jahren durch den Zustrom von Asylsuchenden und Flüchtlingen stärker wachsen als angenommen.