Mit geschichtlichem Geist und Bierkultur

15.10.2015 • 17:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stadtkultur und Bierkultur – die Fremdenführerin und Biersommelière Silvia Mayer bietet beides an.  Foto: Hofer
Stadtkultur und Bierkultur – die Fremdenführerin und Biersommelière Silvia Mayer bietet beides an. Foto: Hofer

Als Fremdenführerin und Biersommelière verbindet Silvia Mayer zwei Welten.

frastanz. (dh) Den Geist der Geschichte von Vorarlbergs Städten auf der einen und den Spirit des Biers auf der anderen Seite verbindet Silvia Mayer in einer einzigartigen Kombination. Die 43-jährige dreifache Mutter ist nämlich Fremdenführerin und Biersommelière gleichermaßen. Mit der Idee, ihrem Publikum die Braukunst näherzubringen und die historischen Hotspots des Landes zu zeigen, hat sich die Frastanzerin im Februar 2013 selbstständig gemacht. Kultur-Stadtführungen und Bierkultur nennt sie es. „Mittlerweile decke ich beide Bereiche zu etwa 50 Prozent ab“, sagt die dynamische Frau, die in ihrer neuen Tätigkeit eine Berufung gefunden hat.

Was ihr besonders gut gefällt? „Ich kann den Menschen Wissen näherbringen und ihnen auch zeigen, dass Regionalität ihren Wert hat.“ Denn wer sich wie sie in die Materie Bier vertieft hat, erkennt, was hinter dem beliebtesten Getränk im deutschsprachigen Raum steckt. „Die Geschichte des Biers reicht ja 10.000 Jahre zurück“, knüpft sie an die Historie an. So erfährt das Publikum nicht nur etwas über das Reinheitsgebot, sondern auch was es mit dem in Mode gekommenen handwerklich gebrauten Bier und den Kulturen, die dahinter stecken, auf sich hat. Für ihre Führungen wird sie gebucht, beispielsweise von der Brauerei Frastanzer, bei der sie früher beschäftigt war.

Wer sich mit ihr auf den Weg macht, erfährt etwas über Wirtshauskultur, das sagenumwobene Feldkirch oder kann an tiefgründigen Dom-Führungen teilnehmen. Letztere sind eine Herzensangelegenheit für die Kirchenraumpädagogin. Seit Neuestem führt die Alleinerzieherin auch Degustationen durch. Das größte Kompliment ist für Mayer, wenn die Leute sagen, dass es cool sei, was sie macht. „Ich bin eine, in der viel Neugierde steckt und die immer dranbleiben will.“ So war für sie der Gang in die Selbstständigkeit der richtige Weg.

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