Mitarbeiter loswerden?

Markt / 16.10.2015 • 10:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lob und Wertschätzung sollten auf allen Ebenen selbstverständlich sein.
Lob und Wertschätzung sollten auf allen Ebenen selbstverständlich sein.

Unternehmen, die ihre Mitarbeiter vergraulen wollen, sollten folgende Ratschläge beherzigen.

Mitarbeiterführung. Es gibt immer noch Unternehmen, die für Aktienkurse und Technologien mehr tun als für ihre Mitarbeiter. Und dann gibt es Firmen, die ihre Angestellten als bloßen Kostenfaktor sehen. Klar, dass solches Denken die Mitarbeitermotivation hemmen, negativ beeinflussen oder gar zerstören. Fehler, die unbedingt vermieden werden sollten – außer man will seine Mitarbeiter loswerden:

Kein Feedback auf Ideen: Wenn auf Mitarbeiter-Vorschläge oder Ideen kein Feedback oder lediglich eine trockene Zurkenntnisnahme folgt ohne jede Würdigung, würgt dies jede Initiative und das Interesse an weiteren Vorschlägen und Initiativen ab. An Ideen muss man Interesse zeigen, auf diese eingehen, informieren, was mit ihnen geschieht und klar begründen, wann ein Vorschlag sich weshalb nicht zur Realisierung eignet.

Angst vor Fehlern: Wer Fehler nicht als Teil des Lern- und Erfolgsprozesses versteht, verstärkt die Angst davor und damit auch die Risikobereitschaft von Mitarbeitern, zu experimentieren und sich zu exponieren. Deshalb sollte man Mitarbeiter dazu anhalten und helfen, aus Fehlern zu lernen und diese als Lernchance und Verbesserungsmöglichkeit und nicht als Versagen oder mangelnde Kompetenz zu betrachten.

Keine Wertschätzung: Wer nicht konkret und ehrlich lobt und Ideen, Einsatz und Leistungen wertschätzt, nimmt der Motivation den Respekt vor dem Mitarbeiter und damit den wichtigsten Sauerstoff. Kluge Wertschätzung lobt vor allem auch zum Ausdruck gekommene Kernfähigkeiten und Talente und stellt diese in den Mittelpunkt.

Förderung und Perspektiven: Nicht die Boni und Prämien zählen, sondern das Erkennen und die Förderung der Talente und das damit verbundene Vermitteln von Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Sie sind der Treibstoff der Motivation.

Fehlende Erfolgserlebnisse: Mitarbeiter möchten Erfolge erleben, spüren und sehen. Wer Erfolgserlebnisse schafft, steigert die Motivation nachhaltig und macht Mitarbeiter und Wertschätzung in und aus der Praxis erlebbar.

Gießkannenprinzip: Mitarbeiter haben individuelle und unterschiedliche Motivationsprofile, die von der jeweiligen Persönlichkeit und deren Lebens- und Grundwerten abhängen. Einige sind auf Sicherheit, Teamspirit, andere auf Gehälter und Materielles und Leistungsbewusste auf Karriereziele und Perspektiven aus.

Sinngebung: Menschen, die Wert und Sinn ihrer Tätigkeit (er)kennen und erleben und wissen, dass ihre Leistung zum Unternehmenserfolg und auch zur eigenen Sinngebung und Entfaltung der Talente beiträgt, sind motivierter.

Buchtipp: Herbert Janssen, Die besten Mitarbeiter erfolgreich gewinnen, entwickeln und halten, Praxium-Verlag, Zürich