Es geht um den Inhalt – egal, ob er auf Papier oder digital verbreitet wird

Markt / 21.10.2015 • 19:48 Uhr / 9 Minuten Lesezeit
Sebastian KurzBundesminister für Europa,Integration und ÄußeresSebastian Kurz ist der jüngste Bundesminister in der Geschichte der Republik Österreich. Im Alter von erst 27 Jahren wurde Sebastian Kurz angelobt. Seither gelingt es dem jungen Politiker, die Menschen für sich zu gewinnen, anfängliche Kritiker zu überzeugen und sich auf Ministerebene großen Respekt zu verschaffen, national und international.

Sebastian Kurz

Bundesminister für Europa,
Integration und Äußeres

Sebastian Kurz ist der jüngste Bundesminister in der Geschichte der Republik Österreich. Im Alter von erst 27 Jahren wurde Sebastian Kurz angelobt. Seither gelingt es dem jungen Politiker, die Menschen für sich zu gewinnen, anfängliche Kritiker zu überzeugen und sich auf Ministerebene großen Respekt zu verschaffen, national und international.

Rainer Esser setzt bei der Wochenpublikation „Die Zeit“ mit großem Erfolg auf Qualitätsjournalismus.  

SCHWARZACH. (dh) In der deutschen Printbranche ist die „Zeit“ so etwas wie ein Fels in der Brandung: Seit Jahren steigt die Auflage der Wochenzeitung gegen den Markttrend, gleichermaßen klettern Onlinenutzer- und Umsatzzahlen in die Höhe. Mitverantwortlich dafür ist Rainer Esser, der 1999 die Geschäftsführung des „Zeit“-Verlages übernahm und die verkaufte Auflage in diesem Zeitraum von 300.000 auf über 500.000 Exemplare pro Woche steigerte. Die jüngste Medienanalyse bescheinigt der Wochenzeitung „Zeit“ 1,66 Millionen Leser – so viele wie die beiden größten deutschen Sonntagszeitungen („Welt am Sonntag“ und „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“) zusammen haben. Allein die Österreich-Ausgabe der „Zeit“ erreicht eine Auflage von über 20.000 Stück mit knapp 80.000 Lesern – obwohl Printprodukte durch Onlinemedien

starker Konkurrenz ausgesetzt sind.

Für den Juristen und Medienmanager, der seine berufliche Karriere

einst mit einer Bankenlehre startete, ist es der Inhalt, der den Erfolg eines Produktes ausmacht. „Ob dieser auf Papier oder digital verbreitet wird, ist dabei nicht ausschlaggebend. Primär geht es um Reichweite und darum, unsere Leser und Kunden über möglichst alle Kanäle zu erreichen.“ Dass dies gelingt, wird durch die aktuellen Zahlen unterstrichen. Gesamthaft setzte der Verlag zuletzt pro Jahr rund 180 Millionen Euro um, davon rund 120 Millionen durch die Zeitung und die restlichen 60 Millionen durch Onlinegeschäfte. Rund 55 Prozent des Umsatzes werden durch den Vertrieb und rund 45 Prozent aus dem Anzeigenbereich erwirtschaftet. Der Gewinn liegt geschätzt im zweistelligen Millionenbereich.

Ein Dienstleistungsgeschäft

Der im niedersächsischen Wolfenbüttel geborene 58-Jährige spricht bewusst davon, dass die Medienbranche ein Dienstleistungsgeschäft sei, das gegenüber den Lesern und Kunden Demut erfordert. Denn nur dadurch sei eine ständige Weiterentwicklung möglich, die auch den Erfolg ausmachen würde. Als Esser sein Amt als Geschäftsführer vor nunmehr 16 Jahren antrat, steckte das Unternehmen, das seit 1986 zur Holtzbrinck-Gruppe gehört, in den roten Zahlen. Von Anfang an war es sein Ziel, den „Zeit“-Verlag auf breitere Beine zu stellen und neben der Printausgabe neue Geschäftszweige und neue Formate zu kreieren. Die Wochenzeitung, die 1946 gegründet wurde, blieb jedoch das Kernprodukt. Der neue Geschäftsführer investierte trotz der damals düsteren Voraussagen für die Printbranche in den Ausbau der Redaktion und vor allem in die Qualität der Zeitung. Deshalb wurde in den letzten 15 Jahren die Anzahl der Redakteure von 100 auf rund 200 Personen verdoppelt. Im gleichen Zeitraum wurde auch die Auflage um über 200.000 Exemplare gesteigert.

Kontinuierliche Innovation

Ermöglicht wurde dies laut Geschäftsführer Rainer Esser durch kontinuierliche Innovation und Verbesserungen, den Ausbau des Produktportfolios, ein erfolgreich positioniertes Layout, die Besetzung der Redaktionen mit den talentiertesten und vielfältigsten Mitarbeitern sowie den Versuch der frühen Bindung junger Leser an das Medium. „Die Journalisten müssen Zeit haben, um Themen hintergründig recherchieren und umsetzen zu können“, lautet sein Credo. Rainer Esser absolvierte übrigens selbst eine Ausbildung zum Journalisten und promovierte im Jahr 1989 mit dem Thema Klagen gegen ausländische Staaten an der Universität Regensburg. „Die Zeit“ ist für den Endfünfziger zudem das beste Beispiel, dass Qualitätsjournalismus im deutschsprachigen Raum auch heute noch finanzierbar sei. „Seit dem Jahr 2000 ist es uns gelungen, den Umsatz zu verdoppeln.“

„Die Zeit“ punktet bei Frauen

Verlagsmanager Rainer Esser erkannte auch, dass neben den wichtigen Themen Politik und Wirtschaft jene Bereiche eine immer größere Rolle spielen, die sich dem persönlichen Umfeld von Menschen widmen und die Familie und das Leben betreffen. Mit diesen soften Themen punktet „Die Zeit“, bei der unter anderem der deutsche Altbundeskanzler Helmut Schmidt Mitherausgeber ist, vor allem bei den weiblichen Lesern. „Wir sind dort im Vergleich zu den Mitbewerbern ,Focus‘, ,Spiegel‘ oder ,FAZ‘ besonders stark“, bringt es der Vorstand der Geschäftsführung auf den Punkt. „Wir haben ein klares Profil und sind nicht der Tagesaktualität verpflichtet. Wir setzen jede Woche auf große Themen und wollen die Leser überraschen. Es gibt neue Magazine, wie Zeit Geld, Zeit Golfen, das Kindermagazin Zeit Leo oder den Zeit Studienführer, Zeit Wissen, Zeit Geschichte und das Studentenmagazin Zeit Campus. Wir begleiten den Leser von der Wiege an durchs Leben. Die Zeit wendet sich mit ihren Themen und ihrer Qualität besonders an Multiplikatoren in der Gesellschaft, an diejenigen, die etwas bewegen und entscheiden wollen.“

Mehr als eine Wochenzeitung

Deshalb ist die Zeitung der Zukunft für den Medienexperten auch weit mehr als ein Print- und Onlineprodukt. Sie steht vielmehr auch für neue Ideen, die vielfach aus der Redaktion kommen. Der Markt verlangt es auch, dass sich der Verlag immer mobiler ausrichten muss.

„Community“ und „Digital New Initiative“ sind etwa solche Stichworte, oder wie es Medienmacher Rainer Esser ausdrückt: „Die Werbung geht dorthin, wo der User ist, und die Werbeformen entwickeln sich mit. Unser Traffic findet schon zu einem Drittel mobil statt. Alle Onlineangebote werden für das Smartphone schnellstmöglich optimiert.“ Esser betrachtet auch Google nicht als Feind der Medienlandschaft. Im Gegenteil: „Google hat tolle Geschäftsmodelle und entwickelt sie fortwährend weiter.“ Gleichzeitig werden aber auch Leser von Printprodukten für die Werbewirtschaft wieder interessanter. Das entscheidende Kriterium sei letztlich das Alleinstellungsmerkmal. „Und genau dafür steht ‚Die Zeit‘“, so Esser abschließend.

Wir setzen jede Woche auf große Themen und wollen die Leser überraschen.

Rainer Esser
Sabine HaagGeneraldirektorin Kunst­historisches Museum WienSeit dem Studienabschluss arbeitet die Bregenzerin im KHM Wien, seit 2009 als Generaldirektorin. In der Öffentlichkeit zeigt sich Haag abseits des Kulturparketts eher zurückhaltend, auf dem Wirtschaftsforum erzählt sie über den Spagat zwischen Kunst und Wirtschaft und über ihr Bemühen, die Besucher auch für kleinste Kostbarkeiten zu begeistern.

Sabine Haag

Generaldirektorin Kunst­historisches Museum Wien

Seit dem Studienabschluss arbeitet die Bregenzerin im KHM Wien, seit 2009 als Generaldirektorin. In der Öffentlichkeit zeigt sich Haag abseits des Kulturparketts eher zurückhaltend, auf dem Wirtschaftsforum erzählt sie über den Spagat zwischen Kunst und Wirtschaft und über ihr Bemühen, die Besucher auch für kleinste Kostbarkeiten zu begeistern.

Georg PölzlGeneraldirektor Österreichische Post AGGeorg Pölzl hat ein klares Ziel: Im Jahr 2020 soll die österreichische Post nicht nur weiterhin ein führendes Logistikunternehmen sein, sondern ein breites Portfolio digitaler Produkte und Services anbieten – mit zeitgemäßen Apps, maßgeschneiderten Onlineservices und kundenfreundlichen SB-Lösungen führt Pölzl die Post in die Zukunft.

Georg Pölzl

Generaldirektor Österreichische Post AG

Georg Pölzl hat ein klares Ziel: Im Jahr 2020 soll die österreichische Post nicht nur weiterhin ein führendes Logistikunternehmen sein, sondern ein breites Portfolio digitaler Produkte und Services anbieten – mit zeitgemäßen Apps, maßgeschneiderten Onlineservices und kundenfreundlichen SB-Lösungen führt Pölzl die Post in die Zukunft.

Monika BütlerProfessorin für Volkswirtschaftslehre an der HSGSie ist eine Frau, die sagt, was sie denkt – und ihre Stimme hat Gewicht. Monika Bütler ist Professorin an der Uni St. Gallen, sitzt im Bankrat der Schweizer Natio­nalbank und zählt zu den einflussreichsten Ökonomen. Auf ihrem Blog batz.ch fordert sie die Politik heraus und ist überzeugt, dass sich Sparen in der Schweiz nicht lohnt.

Monika Bütler

Professorin für Volkswirtschaftslehre an der HSG

Sie ist eine Frau, die sagt, was sie denkt – und ihre Stimme hat Gewicht. Monika Bütler ist Professorin an der Uni St. Gallen, sitzt im Bankrat der Schweizer Natio­nalbank und zählt zu den einflussreichsten Ökonomen. Auf ihrem Blog batz.ch fordert sie die Politik heraus und ist überzeugt, dass sich Sparen in der Schweiz nicht lohnt.

Nico LummaCOO Next Media Accelerator, Blogger, Internet-ExperteNico Lumma zählt zu den renommiertesten deutschen Internetexperten, bloggt auf lumma.de, schreibt eine Kolumne auf bild.de und war seit 1995 nicht mehr offline. Der studierte Politikwissenschafter kennt die digitalen Trends der Zukunft und gehört laut Wirtschaftswoche zu den 100 wichtigsten Internetköpfen Deutschlands.

Nico Lumma

COO Next Media Accelerator, Blogger, Internet-Experte

Nico Lumma zählt zu den renommiertesten deutschen Internetexperten, bloggt auf lumma.de, schreibt eine Kolumne auf bild.de und war seit 1995 nicht mehr offline. Der studierte Politikwissenschafter kennt die digitalen Trends der Zukunft und gehört laut Wirtschaftswoche zu den 100 wichtigsten
Internetköpfen Deutschlands.

Die Referenten.

Wirtschaft im Wandel – Wie wir an Herausforderungen wachsen
» Donnerstag, 5. 11. 2015, Festspielhaus Bregenz

» Preis: 270 Euro (zzgl. 20 % MwSt.)

» Firmenbonus: Bei einer gemeinsamen Anmeldung ab drei Personen pro Unternehmen erhält jeder dieser Mitarbeiter 20 Euro Firmenrabatt.*

» Anmeldung: www.wirtschaftsforum.vol.at

» Information: Convention Partner Vorarlberg, Bodensee-Vorarlberg-Tourismus GmbH, Telefon +43(05574)43443-23/Fax +43(5574)43443-4
www.wirtschaftsforum.vol.at