„Bildschöner“ Winter in Vorarlberger Skiorten

23.10.2015 • 20:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Touristiker optimistisch für kommende Wintersaison. Deutsche weiterhin reisefreudig, hohe Investitionen.

Dornbirn. (VN-reh) Der Sommer war wunderschön. Das perfekte Wetter spielte dabei auch dem Tourismus in die Karten. Von Mai bis September (die Oktober-Zahlen stehen noch aus) kamen erstmals über eine Million Urlaubsgäste nach Vorarlberg. Es sieht also vielversprechend aus, dass es die heurige Sommersaison auf dem Ranking ganz nach oben schafft. Bereits die Wintersaison zuvor war die zweitbeste in der Geschichte. Grund genug, um auf die kommende Wintersaison mit viel Optimismus zu blicken. Und diese ist nicht mehr weit. Bereits in einem Monat möchten die ersten Skigebiete in Vorarlberg den Betrieb aufnehmen. Glaubt man den Meterologen, die einen schneereichen Winter vorhersagen, könnte das auch klappen.

Auch die obersten Tourismusverantwortlichen des Landes, Tourismus-Landesrat Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Tourismusdirektor Christian Schützinger, sind optimistisch für die Wintersaison, die heuer unter dem Motto „Bildschön“ steht, gestimmt. Das hat mehrere Gründe. Zum einen stimmen die Zeichen aus dem Hauptmarkt Deutschland zuversichtlich. Trotz verhaltenem Konjunkturklima ist die Reiselust der Deutschen ungebrochen. Genauso wie bei den Schweizer und Liechtensteiner Gästen, die bereits im Sommer für ein Plus von zehn Prozent sorgten. Wobei das Wachstum nicht unerschöpflich sei, so Schützinger. Der Plafond sei aufgrund der Größe der Länder wohl bald erreicht. Sinkend ist jedoch die Aufenthaltsdauer der Gäste. Sie bleiben im Durchschnitt nurmehr für 3,7 Tage auf Urlaub im Land.

Investitions- und Bautätigkeit

Ein weiteres Zeichen für den Optimismus sind die vielen Baustellen quer durch Vorarlberg. Neben Neueröffnungen erweitern viele Hotels um neue Zimmer oder Wellness-Bereiche, gleichzeitig gibt es neue Seilbahnen in Mellau und Zürs. Skifahren ist sowieso für 80 Prozent der Gäste der Hauptgrund um nach Vorarlberg zu reisen. Sie schätzen die attraktive Landschaft und in letzter Zeit vermehrt auch das Skifahren im freien Gelände. Die Destinationen reagieren auf diesen Trend mit geführten Touren und Kursen. Generell seien die Vorarlberg-Urlauber oftmals Individualisten mit einem hohen Bewusstsein für Ästhetik. Zusätzlich zur Kernkompetenz Skifahren kommen eine Vielzahl an Angeboten im Bereich Sport, Genuss oder Kultur.

Und zuletzt – und nicht ganz unwichtig – ist auch die Nachfrage nach einem der insgesamt 79.000 Betten in Vorarlberg (inklusive Privatzimmer und Campingplätze) bereits groß. Durch den frühen Ostertermin Ende März werde es eine kompakte Saison mit durchgängiger Buchungslage.

Mehr internationale Gäste

60 Prozent der Urlauber in Vorarlberg sind übrigens Stammgäste. Dennoch ist man bemüht, internationalere Gäste ins Land zu bringen. Vor allem die Niederlande, Belgien, Frankreich und Großbritannien spielen bei der Marktbearbeitung eine immer wichtigere Rolle.

Karlheinz Rüdisser und Christian Schützinger (im Bild auf der Gustav) sind optimistisch.  Fotos: v.tourismus
Karlheinz Rüdisser und Christian Schützinger (im Bild auf der Gustav) sind optimistisch. Fotos: v.tourismus