Chinas BIP liefert Gesprächsstoff

23.10.2015 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stefan Schmitt
Stefan Schmitt

schwarzach. Chinas Wachstum dürfte deutlich unter die 7-Prozent-Marke fallen. Im zweiten Quartal hielt Chinas BIP-Wachstum noch die 7-Prozent-Marke. Im dritten Quartal dürfte es damit vorbei sein. Wir erwarten einen Rückgang auf 6,6 Prozent. Dieses Niveau bedeutet für einige aufgeblähte Bereiche der Industrie bestenfalls eine Stagnation, wie die unterhalb der Expansionsschwelle notierenden Einkaufsmanagerindizes sig­nalisieren. Die Musik spielt hingegen im Konsum der privaten Haushalte. Da Chinas Statistiken mehr mit Plan­erfüllung als mit tatsächlicher Messung zu tun haben, ist die Reaktion der chinesischen Börsen ein guter Indikator für die tatsächliche Qualität der Wachstumszahlen. Nach den Panikattacken der Vormonate kehrt in Shanghai langsam wieder Gelassenheit ein.

Investoren mit längerem Atem

Das Fazit: Institutionelle, die ihre Portfolios nach Risikolimiten steuern, haben ihre Aktienpositionen reduziert. Nun dominieren die Investoren, die strategische Ziele verfolgen und einen längeren Atem besitzen. Sie können auch die eine oder andere schwächere Aussage aus der Berichtssaison verkraften. Vor dem Hintergrund des weiter intakten Aufschwungs in den Industriestaaten sollten sich die Märkte mit Blick auf das Jahresende weiter stabilisieren.

stefan.schmitt@hypovbg.at,
Stefan Schmitt, Leiter Wealth Management Bregenz,
Hypo Landesbank