Ausbildung mit Zukunftspotenzial

27.10.2015 • 18:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kreativität ist in der Ausbildung der zukünftigen Einrichtungsexperten gefragt.  Foto: Einrichtungsberaterschule Kuchl
Kreativität ist in der Ausbildung der zukünftigen Einrichtungsexperten gefragt. Foto: Einrichtungsberaterschule Kuchl

Lehrlinge sind nach Ausbildung im Einrichtungsfachhandel gefragte Experten.

Bregenz. (cro) Passt das neue Sofa zu den Vorhängen? Wie gestaltet man ein Schlafzimmer wohnlicher? Und was sind die aktuellen Trends bei Möbel und Co.? Das alles sind Fragen, auf die ein Einrichtungsberater eine kompetente Antwort weiß. Junge Menschen, die sich für diesen vielseitigen Lehrberuf entscheiden, müssen ein ausgeprägtes Gefühl für Ästhetik, ein freundliches und gutes Auftreten, aber auch Verhandlungsgeschick mitbringen. „Das ist wichtig, um auch entsprechend auf Kunden zugehen können“, erklärt Siegwald Feuersinger, der sich als Berufsgruppenobmann des Vorarlberger Einrichtungsfachhandels ganz besonders für die Ausbildung von Fachkräften engagiert.

Kreativität und Know-how

Was diesen Beruf gerade für Jugendliche besonders attraktiv macht, sind die abwechslungsreichen Tätigkeiten. Die Auszubildenden erlernen die Wirkung von Materialien und Farben und entwickeln ein geschultes Auge für Räume und Proportionen. Auch das Geschick, mal zum Stift zu greifen und zu skizzieren, gehört dazu. Die rund 200 Einrichtungsbetriebe in Vorarlberg bieten die entsprechenden Lehrstellen an. Die Lehrzeit zum Einzelhandelskaufmann mit Schwerpunkt Einrichtungsfachhandel dauert drei Jahre und schließt mit der Lehrabschlussprüfung ab. Die Auszubildenden werden seit dem Jahr 2012 in einer eigenen Fachklasse an der Landesberufsschule in Bregenz ausgebildet. „Heuer hatten wir die ersten Abschlüsse, und wir haben gemerkt, dass das schulische Niveau dadurch wesentlich erhöht wurde“, berichtet Fachgruppensprecher Feuersinger. Nach der Ausbildungszeit können die Lehrabsolventen noch einen Abschluss an der Einrichtungsberaterschule in Kuchl (Salzburg) erwerben.

Mit der eigenen Fachklasse konnte das Ziel einer praxisnahen, optimalen Ausbildung mit einem entsprechenden Lehrplan, der sich an den aktuellen, neuesten Anforderungen orientiert, erreicht werden. Aufgrund der Besonderheiten des Lehrberufs und der Bedürfnisse der Konsumenten müssen Lehrlinge in der Einrichtungsberatung außerdem mit Computern, E-Mail und Internet ebenso umgehen können wie mit Telefon, Fax oder Scanner, da viele Bestellungen und Anfragen über diese Medien durchgeführt werden.

Computeraffinität gefragt

Darüber hinaus werden viele Kassen-, Bestell- und Lagersysteme auch per Computersoftware gesteuert; die Verwendung dieser Systeme wird im Rahmen des Lehrberufs ebenso erlernt wie der richtige Umgang mit spezieller Planungssoftware für Einrichtung. „Wer die Lehre erfolgreich absolviert hat, hat als profilierter Einrichtungsberater beste Jobperspektiven im ausgesuchten Einrichtungsfachhandel“, verspricht Siegwald Feuersinger, Berufsgruppenobmann des Einrichtungsfachhandels der Wirtschaftskammer Vorarlberg.