Beim heimischen Möbelhändler vor Ort das Gefühl des Wohnens erleben

Markt / 27.10.2015 • 19:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Nirgendwo sonst ist die Dichte an hervorragenden Einrichtungsexperten so hoch wie in Vorarlberg“, sagt Siegwald Feuersinger.  Foto: VN/Paulitsch
„Nirgendwo sonst ist die Dichte an hervorragenden Einrichtungsexperten so hoch wie in Vorarlberg“, sagt Siegwald Feuersinger. Foto: VN/Paulitsch

Fachhändler verstehen es, auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

Bregenz. (VN-dh) Rund 100 Betriebe zählt der Möbelhandel in Vorarlberg. Sie stellen eine wichtige Säule dar, um die vielfältigen Bedürfnisse der Kunden in allen Facetten abzudecken. Gerade im Land der Häuslebauer ist Individualität bei der Einrichtung gefragt. Wer keine Möbel von der Stange will, schätzt die Beratung des Fachhandels. „Nirgendwo sonst ist die Dichte an hervorragenden Einrichtungsexperten so hoch wie in Vorarlberg“, bekräftigt Siegwald Feuersinger, Obmann des Vorarlberger Einrichtungsfachhandels.

Langlebigkeit statt Billigbau

Der Vorteil des regionalen Fachhandels ist, dass viele Betriebe bereits eine lange Tradition aufweisen und familiär geführt werden. Diese Verbundenheit schafft eine tiefe Verwurzelung mit dem Land. „Ma kennt anand“, drückt es der Bregenzer aus. Und nicht nur das, man kennt die Vorlieben der Vorarlberger in Sachen Wohnen. Wer weiß, wie die Menschen in der Region wohnen wollen, entwickelt ein Gespür, was heimelige Atmosphäre in den Räumen schafft.

Auch das Möbelhaus von Siegwald Feuersinger ist ein Paradebeispiel dafür. Seit 1972 – und damit über vier Jahrzehnte im Geschäft – besteht das Bregenzer Unternehmen, in dem mittlerweile bereits die nächste Generation tätig ist. Vor fünf Jahren übergab der Seniorchef, der in seiner Funktion als Berufsgruppenobmann nach wie vor äußerst aktiv ist, an seine Söhne Andreas und Jürgen, die sich seitdem mit großer Kompetenz um die Kundenwünsche kümmern. Wie so viele kleine Betriebe in ihrem Bereich, haben sich auch die Feuersingers spezialisiert. Die Angebotspalette erstreckt sich über Polstermöbel, Matratzen, Betten und Küche. Kernpunkt des Denkens ist, dass auf Langlebigkeit statt auf Billigbauweise gesetzt und großer Wert auf umweltfreundliche Materialien gelegt wird. Feuersinger hält übrigens als einzig verbliebener Möbelfachhandelsbetrieb die Fahnen in der Landeshauptstadt hoch.

Aktive Partnerschaft

Anders als in anderen Branchen setzt der Onlinehandel den Möbelanbietern wenig zu. Laut Siegwald Feuersinger wird das Netz zwar genützt, um sich Informationen einzuholen, doch noch werden hochwertigere Produkte nicht über das Internet bestellt. Hinter Wohnen stecken Einrichtungskonzepte und eine Individualität, die im Versandhandel nicht geboten werden kann. Dank moderner Technik können etwa virtuelle Wohnwelten mittels 3D-Grafiken projiziert werden. Der Kunde bekommt dadurch eine Vorstellung, wie das Ganze zu Hause später aussehen wird. Auch das haptische Erlebnis spielt eine große Rolle. Vor Ort wird ausprobiert, wie sich das Möbel anfühlt oder wie Einzelteile am besten zusammengestellt werden, damit sie die funktionalen Ansprüche optimal erfüllen. „Zudem“, so ergänzt er, „müssen Möbel auch zusammengebaut und aufgestellt werden. Bei massiveren Produkten ist es da mit einer einfachen Montage nicht getan. Der Fachhandel hat hingegen das gut ausgebildete Personal dafür und bietet darüber hinaus Serviceleistungen an.“ Dabei entsteht eine aktive Partnerschaft zwischen Kunde und Händler, die auf persönlichem Kontakt, Vertrauen und einem Einkaufserlebnis aufgebaut ist.