Nachdenkpause statt Spatenstich

Markt / 03.11.2015 • 20:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Grüne fordern mehr Zeit für Entscheidung in Sachen Ikea. 

Lustenau. (VN-sca) Billy soll so schnell nicht nach Lusten­au kommen, geht es nach dem Willen der Grünen. In einer Anfrage an Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser wollten sie Aufklärung über Standort, Verkehrsaufkommen und die Vereinbarkeit des Möbelmarktes mit der Vision Rheintal und ziehen daraus den Schluss, dass man die Sache nochmals langsam angehen sollte. Ein Signal für weitere Abklärungen sieht der grüne Landtagsabgeordnete und Lustenauer Gemeindevertreter Daniel Zadra auch in der Tagesordnung der nächsten Gemeindevertretungssitzung, wo das Thema Nummer 1 nicht vorkommt. „Es scheint so, als ob Bürgermeister Fischer von seiner Absicht, bereits in den nächsten Wochen einen Kaufvertrag mit Ikea unterzeichnen zu wollen, Schritt für Schritt abrückt.“ Das sei  begrüßenswert. „Wir könnten den Anlassfall nun nutzen, um die Standort- und Zentrumspolitik in Lustenau grundsätzlich auf neue Beine zu stellen“, schlägt Daniel Zadra vor.

Für Rüdisser ist das Grundstück beim Lustenauer Millennium Park das einzig mögliche im Rheintal für eine Ansiedlung in dieser Größenordnung. Damit sei klargestellt, dass Lustenau die einzige mögliche Option für Ikea sei, so Zadra und kommt zu dem Schluss, dass man die nun gewonnene Sicherheit dazu nutzen müsse, alle Daten, Fakten und Auswirkungen bis ins Detail zu prüfen. Und er wünscht sich noch mehr: Nämlich dass man endlich über die Aufteilung der Kommunalsteuer nachdenke. „Nicht realistisch“, sagt dazu Raumplanungslandesrat Rüdisser, da das betreffende Grundstück im Jahr 1980 als Baufläche-Betriebsgebiet gewidmet und von der Gemeinde entsprechend entwickelt worden sei.

Prüfung aller Vor- und Nachteile für Gemeinde und Region.“

Daniel Zadra