Bäderlandschaft regional verwurzelt

09.11.2015 • 18:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Einkaufsleiter und Prokurist Oliver Wehinger mit der Leiterin des Bäderparks Hohenems, Birgit Tichy.  Fotos: Hofer
Einkaufsleiter und Prokurist Oliver Wehinger mit der Leiterin des Bäderparks Hohenems, Birgit Tichy. Fotos: Hofer

Mit dem Inhaus Bäder- und Energiepark steht den Installateuren ein kompetenter Großhändler zur Seite.

HOHENEMS. (VN-dh) Damit regionale Kreisläufe funktionieren, braucht es kompetente Partner, die zusammenarbeiten. Auch Großhändler zählen dazu, die ein wichtiges Vertriebsnetz für kleinere Unternehmen sind und die ebenso in ihrer Beraterfunktion eine wertvolle Rolle spielen. Bestes Beispiel dafür ist der Inhaus Bäder- und Energiepark in Hohenems, der 99 Prozent seines Umsatzes von 46 Millionen Euro in Vorarlberg an heimische Installationsbetriebe fakturiert. Jeweils ein Drittel davon wird im Einrichtungs-, Installations- und im Energiebereich erwirtschaftet.

Das 2001 gegründete Unternehmen ist innerhalb von einem Jahrzehnt zum führenden Sanitär- und Heizungsgroßhändler im Land geworden, mit einem Sortiment von 55.000 Artikeln, die zum allergrößten Teil aus dem deutschsprachigen Raum kommen. Rund 6200 Bäder, die jährlich in der Region eingebaut werden, stammen beispielsweise von der Inhaus-Gruppe. Gerade in der starken regionalen Bindung sieht Prokurist und Einkaufsleiter Oliver Wehinger das stärkste Fundament des Erfolges. „Die enge Zusammenarbeit mit Architekten, Installateuren, Generalunternehmen oder Bauträgern schafft Vertrauen. Es sind daraus viele persönliche Beziehungen entstanden, die durch unsere hervorragenden Mitarbeiter gepflegt werden“, betont das Mitglied der Geschäftsleitung. 14 Topmitarbeiter – wie sie Wehinger nennt – sind im Bäderpark beschäftigt. „Allesamt Spezialisten, die gemeinsam mit Kunden Lösungen gestalten.“ Das regionale Denken setzt sich jedoch auch in weiteren Ebenen konsequent fort. Printaufträge für Kataloge und Broschüren werden beispielsweise ausschließlich an heimische Druckereien vergeben.

Appell an die Jungen

Den Gedanken, die Wertschöpfung im eigenen Land zu halten, gibt der 41-Jährige immer wieder an die junge Generation weiter. „Wenn es euch wichtig ist, dass die Arbeitsplätze auch zukünftig im Land bleiben, kauft beim Händler vor Ort und nicht über das Internet“, appelliert der zweifache Vater an die Jungen. Doch es gibt tatsächlich solche, die auch Badewannen über das Internet bestellen, weil sie scheinbar billiger sind. Und oftmals wird das Netz auch als Druckmittel verwendet, um günstigere Preise verhandeln zu können. „Der Kunde wendet sich an den Installateur und sagt, dass er diesen oder jenen Artikel im Internet zu einem billigen Preis gesehen hat und nicht mehr bezahlen will“, nennt der Inhaus-Prokurist ein Beispiel. Allerdings wird dabei übersehen, dass hinter einer Badewanne weit mehr steckt als ein günstiges Angebot. Sanitäreinrichtungen mit Qualität zeichnen sich vielmehr durch ihre Langlebigkeit aus. So ist ein Bad durchschnittlich 23 Jahre in Gebrauch.

Einrichten ist auch weit mehr als bloß bestellen und einbauen. Vielmehr stecken dahinter ganze Konzepte, die Wellnesselemente genauso berücksichtigen, wie Energieverbrauch, Funktionalität und ästhetische Ansprüche. Im für alle zugänglichen Schauraum in Hohenems sind solche Bäderlandschaften sichtbar. Längst sind aus einstigen Nasszellen Wohlfühloasen geworden, die neben dem hygienischen Aspekt auch Balsamfunktion für die Seele haben. Im Bad nimmt man sich eine Auszeit vom Tag und schöpft neue Kraft.

Ausgiebige Beratung

Diese Verwandlung der Funktion ist es, die eine umfassende Beratung voraussetzt. Die Inhaus-Mitarbeiter nehmen sich dafür viel Zeit. „Da kann es schon sein, dass sich Kunde und Mitarbeiter zu zwei bis drei Terminen treffen, die jeweils zwei bis drei Stunden dauern.“ Diese Serviceleistung bietet Inhaus unentgeltlich an. „Letztlich tragen wir dann das Risiko, ob es zu einem Geschäft kommt oder nicht“, so der Einkaufsleiter. Stets befinde man sich dabei in einem inneren Prozess, um das Service und Dienstleistungsangebot weiter auszubauen.