„Drei Viertel sind Stammkunden“

Markt / 19.11.2015 • 18:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch Löschnigg Eisenwaren profitiert von der Aufhebung des Franken-Mindestkurses.
Auch Löschnigg Eisenwaren profitiert von der Aufhebung des Franken-Mindestkurses.

Der Zusammenschluss mit der 3e-Gruppe bringt zahlreiche Vorteile mit sich.

Hard. (cro) Horst Löschnigg wusste schon als Vierjähriger ganz genau, was er wollte. „Mein Opa nahm mich mit zu Alma und Max Stoppel, die neben Lebensmitteln auch Eisenwaren und Fischereiartikel verkauften“, erzählt der Geschäftsmann. „Das Geschäft will ich einmal haben, habe ich damals zu ihm gesagt.“ Löschnigg lacht, als er diese Anekdote aus seiner Kindheit erzählt. Später tat er das, was er sich als Dreikäsehoch vornahm. Er begann eine Lehre bei Schmid und übernahm 1980 die Filiale in Hard und damit den ehemals der Familie Stoppel gehörenden Laden. Damit hat er auch seine große Leidenschaft, das Angeln, zum Beruf gemacht. 1990 wechselte es endgültig seinen Besitzer, Horst Löschnigg wurde Eigentümer.

Wettbewerbsvorsprung

Um sich auch als Kleiner am Markt behaupten zu können, schloss sich der Harder der 3e-Gruppe an und verschaffte sich so einen Wettbewerbsvorsprung. Denn die Vereinigung von Fachhändlern der Hartwarenbranche bringt zahlreiche Vorteile mit sich. „Ich profitiere nicht nur von attraktiven Einkaufskonditionen, wie sie auch Großhändler haben, ich habe zu meinen 5000 bis 7000 lagernden Artikeln auch ein riesiges Sortiment im Background“, nennt er nur einige davon. Das macht Löschnigg Eisenwaren konkurrenzfähig. Dennoch zielt der Fachhändler in Hard nicht auf das schnelle Geschäft ab. „Etwa drei Vierteil meiner Kunden sind Stammkunden, und das oft schon seit Anfang der 80er-Jahre“, sagt er. Und natürlich profitiert er durch die Nähe zur Schweizer Grenze auch von der Aufhebung des Franken-Mindestkurses. „Es kommen deutlich mehr Eidgenossen zum Einkaufen zu uns“, bemerkt er.

Meilenstein

Als Meilenstein bezeichnet der Harder den Neubau an der Betonstraße. Auffallend erhebt sich das blaue Gebäude, um auch vom Durchzugsverkehr gut gesehen zu werden. 1997 zog das kleine Fachgeschäft von der Hofsteigstraße in die neue Halle, die nun genügend Platz für ein größeres Angebot zuließ. Der Entscheidung, in der Marktgemeinde am Bodensee zu bleiben, trug Löschnigg auch dadurch Rechnung, dass er nur ortsansässige Firmen mit Arbeiten beauftragte. „So fertigte die Firma Hartmann die Halle, HWT zeigte sich für die Installationen verantwortlich, Riem für das Elektrische oder Delladio für die Böden“, zählt der erfolgreiche Unternehmer auf. Und schon bald steht auch hier ein Jubiläum an. Dann nämlich liegt auch der Neubau schon wieder
20 Jahre zurück.