Kaffee für Elektrohandel

Markt / 19.11.2015 • 20:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Edle Kaffeemaschinen sind eines der Produkte, die Mario Bauer Elektrofachhändlern in Österreich anbietet. Fotos: VN/Hofmeister
Edle Kaffeemaschinen sind eines der Produkte, die Mario Bauer Elektrofachhändlern in Österreich anbietet. Fotos: VN/Hofmeister

Mario Bauer bietet Elektrofachhändlern exklusive Produkte und damit ein Alleinstellungsmerkmal.

Sulz. (VN-gms) „Wir schwimmen gegen den Strom“, bringt Mario Bauer (39) die Philosophie seines Unternehmens auf den Punkt. Während nämlich viele wegen der Handelsketten und des Internets den Elektrofachhandel als immer unbedeutenderen Kunden sehen, setzt Bauer voll auf diese Klientel. Der Sulner Unternehmer bietet den Fachhändlern exklusive und hochwertige Produkte, die deren Kunden weder bei den großen Elektronikketten noch online zu besseren Preisen bekommen.

Bauer setzt dabei ganz bewusst auf europäische Produzenten. So etwa bei seinem Flaggschiff, dem Kaffeevollautomaten der Firma Nivona. Die produziert ihre Kaffeemaschinen in der Schweiz. In Deutschland ist die Marke bereits die Nummer drei, in Österreich baut Bauer aktuell die Bekanntheit auf. Ehrgeiziges Ziel: „Ich möchte Nivona zur Nummer zwei auf dem österreichischen Markt machen.“ Dass gerade Kaffee im Fokus steht, hat damit zu tun, dass Bauer zuvor lange bei Jura gearbeitet hat. „Kaffee ist meine Leidenschaft“, bringt er seine Motivation auf den Punkt. Gleichzeitig dienen die Kaffeevollautomaten auch als „Eintrittstür“ für seine anderen Partner wie Solis (Elektrokleingeräte), Thomas oder Ascaso (Siebträger-Kaffeemaschinen). Denn sobald die Elektrofachhändler erkannt haben, was Bauer ihnen biete, würde auch das Interesse an weiteren Produktgruppen steigen.

KMU als Partner

Seinen Kunden, ausschließlich KMU im Elektrofachhandel, bietet Bauer innovative und ansprechende Elektrogeräte. Dazu gezielte Schulungen („das ist besonders wichtig“) und kurze Wege. Entscheidender Faktor ist aber auch die Margensicherheit. Die Geräte gibt es auch online nicht zu anderen Preisen. Das eröffnet dem Fachhandel viele Chancen. Mit den Geräten von Bauer erhalten sie eine „Hausmarke“, die ein Alleinstellungsmerkmal bietet. Das kommt an. 280 von etwa 1100 Fachhändlern in Österreich setzen bereits auf Geräte von Bauer. Tendenz steigend. Der Sulner, der Anfang 2013 als EPU gestartet ist, hat ein rasantes Wachstum hingelegt. Mittlerweile beschäftigt er vier Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von etwa zwei Millionen Euro.

Wachsen will Bauer auch weiterhin, allerdings wird das Tempo wohl etwas abnehmen. Es sei wichtig, die gebotene hohe Qualität aufrechtzuerhalten, dazu müsse die Firmenstruktur angepasst werden. Mittel- und langfristig sieht er im Unternehmen Potenzial für sieben bis acht Mitarbeiter.

Dabei ist Bauer überzeugt, dass der Fachhandel in der Elektrobranche eher noch schrumpfen als wachsen wird. „400 bis 500 bleiben übrig“, ist er überzeugt. „Das sind dann die Betriebe, die besonders viel Kompetenz zeigen.“ Diese Betriebe werden dann auch langfristig gute Geschäfte machen, glaubt er: mit seiner Firma als Partner.

Sarah Meyer, kaufmännische AngestellteWir haben ein kleines Team. Das bedeutet großen Abwechslungsreichtum bei der Arbeit und vielfältige Aufgaben. Dafür sorgt auch die breite Produktpalette.

Sarah Meyer,

kaufmännische Angestellte

Wir haben ein kleines Team. Das bedeutet großen Abwechslungsreichtum bei der Arbeit und vielfältige Aufgaben. Dafür sorgt auch die breite Produktpalette.

Fakten zur Firma

» 4 Mitarbeiter

» ca. 2 Millionen Euro Umsatz

» 280 Fachhandelspartner

» 80 bis 100 Produkte

Weitere Infos zum Unternehmen auf www.bauerm.at