Spindelhubgetriebe für den Hafen von Dubai

19.11.2015 • 21:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gunther Zimmermann liefert Hightech für den Hafen von Dubai: 32 Spindelhubgetriebesysteme für 16 Containerkrane.  Foto: VN/Steurer
Gunther Zimmermann liefert Hightech für den Hafen von Dubai: 
32 Spindelhubgetriebesysteme für 16 Containerkrane.  Foto: VN/Steurer

Lustenauer Unternehmen liefert Spindelhubgetriebesysteme für Containerkrane in Dubai.

Lustenau. Die Zimm Maschinenelemente GmbH & Co KG hat einen Großauftrag des chinesischen Containerkranherstellers ZPMC erhalten. Wie Gunther Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter der Zimm, erklärt, beinhalte der Auftrag die Lieferung von 32 Spindelhub-Getriebesystemen für 16 Containerkrane. Diese Krane sollen schlussendlich beim Jebel Ali Port in Dubai zum Einsatz kommen. Über das Auftragsvolumen dürfe man aus Vertragsgründen keine Angaben machen. Bereits im Vorjahr habe Zimm quasi als Testlauf entsprechende Spindelhubgetriebe für Containerkrane für den Hafen London Gateway Port geliefert.

Zimm ist in den Geschäftsbereichen Spindelhubgetriebe und Antriebselemente tätig, wobei 80 Prozent des Geschäftsvolumens auf den erstgenannten Bereich entfallen. Dort werden Spindelhubgetriebe entwickelt, konstruiert und produziert. Dazu kommen Montage und Vertrieb weltweit. Jährlich werden bis zu 25.000 solcher Spindelhubgetriebe mit Hublasten von 200 Kilogramm bis 100 Tonnen produziert. Im Geschäftsbereich Antriebselemente werden Standardprodukte für Maschinenbauer für diverse Antriebsaufgaben selbst hergestellt. Obwohl dieser Geschäftszweig nur etwa ein Fünftel der Aktivitäten von Zimm ausmacht, zähle er doch zu den angestammten Bereichen des Unternehmens.

Hohe Investitionen

Im Geschäftsjahr 2015 habe Zimm zudem rund 1,5 Millionen Euro in die Aufrüstung des Maschinenparks investiert. So habe man eine Gewindeschneide-Anlage, ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum sowie Drehmaschinen und eine vierdimensionale Messanlage gekauft, mit der bis zu eine Tonne schwere Bauteile im Tausendstelmillimeter-Bereich vermessen werden können. Mit diesem Tempo soll es auch 2016 weitergehen. So seien im kommenden Jahr erneut Investitionen in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro für die Modernisierung des Maschinenparks und für die Qualitätssicherung vorgesehen, so Zimmermann.

Export weiter steigern

In den vergangenen zwei Jahren habe Zimm darüber hinaus die internen Abläufe restrukturiert und die Montageprozesse verbessert. Das Management arbeite jetzt mit sehr flachen Hierarchien. „Durch diese Maßnahmen sind die Weichen für das weitere Wachstum gestellt. Wir möchten Teile unseres Geschäftes nachhaltig weltweit aufstellen“, so Zimmermann. Der schon jetzt bei 80 Prozent liegende Exportanteil mit den Hauptmärkten Deutschland, Schweiz und Frankreich soll weiter ausgebaut werden. Bislang liefere Zimm in insgesamt 40 Länder. Zukünftig wolle man Märkte wie China, Taiwan und Südkorea teilweise mit eigenem Personal vor Ort betreuen. Dazu kommen die USA und Südamerika.

Fünf Prozent plus

Für heuer erwartet Zimmermann einen Umsatz von etwa 16 Mill. Euro – ein Plus von etwa fünf Prozent. Die Ertragssituation sei „zufriedenstellend“ positiv. Das Familienunternehmen beschäftigt gegenwärtig in Lustenau 98 Mitarbeiter, für kommendes Jahr wird die Einstellung des hundersten Mitarbeiters erwartet. Gegenwärtig werden 15 Lehrlinge in fünf Lehrberufen ausgebildet. Der 2009 in Betrieb genommene Erweiterungsbau am Stammsitz war anfangs größtenteils an andere Unternehmen untervermietet. Mittlerweile sei das genau umgekehrt, so Zimmermann. Mit der nächsten internen Erweiterungsstufe seien nur noch zwei Teilflächen vermietet, der Großteil des Erweiterungsbaus werde von Zimm selbst genutzt.