Fleisch aus der Region

Markt / 08.03.2016 • 18:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine Spezialität des Metzgereibetriebs von Thomas Nägele ist Schinkenspeck.  Fotos: Hofer
Eine Spezialität des Metzgereibetriebs von Thomas Nägele ist Schinkenspeck.  Fotos: Hofer

Ländle-Metzg Thomas Nägele ist der Nachhaltigkeit sehr verbunden.

Feldkirch. (dh) Mitten im Zentrum von Gisingen gibt es noch einen echten Metzgerei-Fachbetrieb. Metzgermeister Thomas Nägele führt das Geschäft in zweiter Generation. 1989 hat der heute 57-Jährige den Betrieb von seinem Vater Martin übernommen und dabei miterlebt, wie sich in seinem Gewerbe vieles verändert hat und einige Metzgerbetriebe auch aufgaben. Er selbst ist seiner Linie immer treu geblieben: und die heißt konsequent auf Qualität zu setzen. So stammt das Rindfleisch etwa vom Bioverband. Thomas Nägele kauft dabei ausschließlich das Fleisch von Ochsen oder Kalbinnen. Der Grund: „Diese Tiere werden erst im Alter zwischen 25 und 28 Monaten geschlachtet. Dadurch kann sich die Muskulatur besser entwickeln, weil sie langsamer wachsen kann. Sichtbar wird dies an der Marmorierung des Fleisches“, erklärt der Experte. Besonders wenn die Grillzeit anbricht, ist die Nachfrage nach den edlen Stücken entsprechend. Das Schweinefleisch stammt vom Schweinemastbetrieb Gstach in Brederis.

Weitere Spezialitäten der Metzgerei Nägele sind Speck beziehungsweise Schinkenspeck in verschiedenen Variationen. Angeboten werden diese regionalen Schmankerln beispielsweise unter der Bezeichnung „Gisinger Speckle“. Der Konsument sei anspruchsvoller geworden, betont Thomas Nägele. „Aber er zeigt sich auch interessierter und will wissen, woher die Produkte stammen.“ Was ihm weiter aufgefallen ist: „Es sind vermehrt Männer, die sich mit dem Kochen befassen – und die fragen dann mitunter schon nach, um welche Rinderrasse es sich beim Fleisch handelt oder wie es gelagert wurde.“ Der Geschäftsführer erzählt dann mit Leidenschaft, was eine gute Qualität ausmacht. „Ich wollte eigentlich nie etwas anderes werden als Metzger und den elterlichen Betrieb übernehmen“, bestätigt er. Auch drei seiner Brüder haben eine Metzgerlehre gemacht, arbeiten jetzt aber in anderen Branchen. „Es wird auch immer schwieriger, Nachwuchskräfte zu finden. Als ich mit der Lehre angefangen habe, waren wir noch 35 Burschen in einer Berufsschulklasse.“

Gabi Nägele, Zubereitung und LogistikVor allem am Samstag sind wir ein Treffpunkt in unserem Dorf. Da kommt man gerne zu uns und lässt sich mit kulinarischen Feinheiten verwöhnen.

Gabi Nägele,

Zubereitung und Logistik

Vor allem am Samstag sind wir ein Treffpunkt in unserem Dorf. Da kommt man gerne zu uns und lässt sich mit kulinarischen Feinheiten verwöhnen.

Sophie Miller,  VerkaufEs gefällt mir, dass ich mit Leuten kommunizieren kann. Auch die Arbeit mit dem Produkt ist vielfältig, weil man viel daraus kreieren kann.

Sophie Miller, 

Verkauf

Es gefällt mir, dass ich mit Leuten kommunizieren kann. Auch die Arbeit mit dem Produkt ist vielfältig, weil man viel daraus kreieren kann.

Fakten zur Firma

» Gegründet am 7. Dezember 1953 von Martin Nägele       

» 1989 Übernahme der Metzgerei durch Thomas Nägele

» Mitarbeiter: 3

Weitere Infos zum Unternehmen auf www.laendle.at/metzg