Günstiger Wohnraum im Mittelpunkt

Markt / 10.03.2016 • 20:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Spannende Vorschläge beim Immoforum.  Foto: Mathis
Spannende Vorschläge beim Immoforum.  Foto: Mathis

Wichtigste Branchen-Fachtagung in Westösterreich präsentiert innovative Lösungskonzepte.

Bregenz. (VN) Die knappe Ressource Bauland und überbordende Bauvorschriften treiben die Kosten für Wohnraum nach wie vor in die Höhe. Wie relevant konkrete Lösungsansätze aus Raumplanung, Immobilienwirtschaft und Architektur aktuell sind, zeigte sich erneut beim 8. Immobilien Forum West im Festspielhaus Bregenz. Rund 160 Teilnehmer nahmen am Donnerstag an der Fachtagung teil und diskutierten mit den renommierten Referenten.

Eine Frage prägte die Debatte wesentlich: Wie viel Wohnraum braucht die Bevölkerung? „In den nächsten 20 Jahren werden alleine im Rheintal rund 33.000 zusätzliche Wohnungen benötigt“, verdeutlicht Christoph Schremmer vom Österreichischen Institut für Raumplanung. Zukünftig gelte es, die Zweitwohnsitze einzugrenzen, da der Wohnraum beschränkt ist.

In dieselbe Kerbe schlägt Arthur Kanonier, Raumplanungsexperte der Technischen Universität Wien. Er lieferte Lösungsvorschläge, wie gewidmetes Bauland mobilisiert werden kann: „Die anhaltend hohe Nachfrage bei gleichzeitiger Hortung von Bauland erfordert verstärkt bodenpolitische und fiskalische Maßnahmen.“

Er regte an, Widmungen auf Bauland zu vergeben. Damit Städte und Gemeinden in der Lage sind, Flächen für gemeinnützigen Wohnbau zu erwerben, schlägt er die Einrichtung eines Bodenfonds vor. Umstritten  ist sein Vorschlag der Enteignung bei übergeordnetem Interesse für städtebauliche Zwecke.