Ständige Erreichbarkeit hat ernste Folgen

28.07.2016 • 14:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jeder Dritte schaut auch im Urlaub auf seine Dienstmails. Für die Erholung ist das nicht unbedingt vorteilhaft.
Jeder Dritte schaut auch im Urlaub auf seine Dienstmails. Für die Erholung ist das nicht unbedingt vorteilhaft.

GESUNDHEIT. Viele schätzen die Flexibilität der Arbeitszeit. Doch sie hat auch seine ernsthaften Kehrseiten. Eine in Deutschland durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab, dass fast jeder zweite Erwerbstätige nach Feierabend seine beruflichen E-Mails checkt. Etwa jeder Dritte hat in seinem letzten Urlaub mindestens einmal in die Dienstmails geschaut. Gleichzeitig stört es etwa 40 Prozent, wenn ihre Begleitung im Urlaub berufliche E-Mails liest. Dabei wird die ständige Erreichbarkeit auch nach Feierabend von etwa jedem Dritten als „eher“ oder „sehr belastend“ empfunden. Die ständige Erreichbarkeit hat noch mehr Schattenseiten als der genervte Partner. Die Folge sind stressbedingte Gesundheitsbeschwerden wie Bluthochdruck und psychische Beschwerden wie Ängstlichkeit, Schlafstörungen oder ernsthafte Krankheiten wie Depression. In den deutschen Gewerkschaften wird inzwischen ein Rechtsanspruch auf Nichterreichbarkeit diskutiert.