Die Erholung setzt sich fort

16.08.2016 • 20:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Für das dritte Quartal ist in Österreich nach einem trägen Frühling ein solides Wachstum zu erwarten. Foto: VN/Steurer
Für das dritte Quartal ist in Österreich nach einem trägen Frühling ein solides Wachstum zu erwarten. Foto: VN/Steurer

Konjunkturindikator der Bank Austria klettert auf 2-Jahres-Hoch.

Wien. Die Erholung der österreichische Wirtschaft setzt sich fort, und für das dritte Quartal ist nach einem trägen Frühling ein solides Wachstum zu erwarten, sagen die Volkswirte der Bank Austria. Für Juli wurde der Bank Austria Konjunkturindikator auf 1,0 Punkte angehoben, der beste Wert seit März 2014 und der dritte Monatsanstieg in Folge. Der Indikator weise „auf eine spürbare Belebung der Wirtschaft über den Sommer hin“, so Chefökonom Stefan Bruckbauer. Die Verunsicherung durch die Brexit-Entscheidung habe sich bisher nicht negativ niedergeschlagen. Die Folgen des Votums werden rund um den Jahreswechsel 2016/17 am stärksten sein. Ein wirtschaftlicher Sturm stehe aber nicht bevor.

Das Wirtschaftswachstum werde im Euroraum von 1,6 Prozent im Jahr 2016 auf 1,0 Prozent 2017 zurückgehen und in Österreich von 1,5 auf 1,1 Prozent. Für heuer geht das Institut unverändert von 1,5 Prozent BIP-Plus aus. Das zu Beginn der zweiten Jahreshälfte nun freundlichere Konjunkturklima ist nach Ansicht der Bankexperten vor allem der verbesserten Stimmung der heimischen Konsumenten zu verdanken. Zwar sei die Stimmung immer noch verhalten, doch habe die mittlerweile beendete Stabilisierung am Arbeitsmarkt von Jahresbeginn sowie die Reform der Lohn- und Einkommensteuer bei niedriger Inflation dazu beigetragen, dass der Tiefpunkt überwunden worden sei.

Dennoch sei in Österreich in den kommenden Monaten mit einer steigenden Arbeitslosenquote zu rechnen. Grund sei das voraussichtlich etwas stärker steigende Arbeitskräfteangebot durch mehr Personen mit Asylstatus oder subsidiärem Schutz am Arbeitsmarkt.