Kosten für VW-Konzern türmen sich weiter auf

Markt / 16.08.2016 • 19:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Abgasmessung bei einem VW Golf. Die Manipulation kostet den Konzern Milliarden. Foto: AFP
Abgasmessung bei einem VW Golf. Die Manipulation kostet den Konzern Milliarden. Foto: AFP

Bis zu 35 Mrd. Euro wird Volkswagen der Abgas-skandal nach Expertenmeinung kosten.

Wolfsburg. Der von Volkswagen erzielte Milliarden-Vergleich zur Entschädigung der US-Kunden war der erste Schritt zur Beilegung des Dieselskandals in den USA. Er ist mit bis zu 13,7 Mrd. Euro die höchste je von einem Autobauer in den Vereinigten Staaten zugesagte zivilrechtliche Wiedergutmachung. Nun verhandelt Volkswagen Insidern zufolge mit dem US-Justizministerium darüber, welche Strafe der Konzern wegen des jahrelangen Abgasbetrugs leisten muss.

Europas größtem Autokonzern drohen weltweit noch weitere Kosten für Rückrufe, Aktionärsklagen und Strafen, die sich auf mehr als zehn Mrd. Euro auftürmen könnten. Analysten schätzen, dass die Aufarbeitung des Skandals um manipulierte Abgaswerte den Konzern am Ende insgesamt zwischen 20 und 35 Mrd. Euro kosten wird.

Die Scharen an Anwälten, die Volkswagen weltweit wegen des Dieselskandals beschäftigt, verschlingen ebenfalls Geld. Der Autoexperte Pieper geht von bis zu einer Milliarde Euro aus, sein Kollege Ellinghorst schätzt die Anwaltskosten auf mehrere hundert Millionen. Die Experten sehen den Konzern wegen seiner Reserven und der Finanzkraft in der Lage, das zu stemmen. Erst ab 50 Mrd. Euro müsste sich VW von Beteiligungen trennen, sagt Pieper.