UNIQA verkauft Italien-Tochter um 295 Millionen

Markt / 02.12.2016 • 18:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Der börsennotierte Versicherungskonzern Uniqa trennt sich von seinen Italien-Töchtern: Die Mehrheitsbeteiligung von 99,7 Prozent an der Uniqa Assicurazioni SpA werde an den italienischen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Societa Reale Mutua di Assicurazioni verkauft. Der Kaufpreis beträgt laut Uniqa 295 Mill. Euro vor Transaktionskosten. Ein Kaufvertrag soll kurzfristig unterzeichnet werden. Der rechtliche Vollzug wird nach Vorliegen aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen im ersten Halbjahr 2017 erwartet. Der Verkauf umfasst auch die beiden in Italien tätigen Gesellschaften Previdenza SpA und Uniqa Life SpA. Die Transaktion sei Teil der im Jahr 2011 gestarteten Strategie Uniqa 2.0, die eine Konzentration auf die Kernmärkte Österreich und Zentral- und Osteuropa vorsieht, wird betont.

Verbunden mit der Wertminderung der Firmenwerte der italienischen Gesellschaften – diese lagen per Ende September bei 115 Mill. Euro – werde sich aus dem Verkauf ein negativer Effekt auf das Konzernergebnis 2016 von ungefähr 100 Millionen Euro ergeben. Einen positiven Effekt von rund 20 Prozentpunkten gebe es für die ökonomische Kapitalquote.