Wirtschaft im Land war 2016 tüchtig

Markt / 21.12.2016 • 22:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wachstum der Vorarlberger Wirtschaft auch im ersten Halbjahr 2016 über dem Bundesschnitt. 

Schwarzach. (VN-sca) Nein, ganz an der Spitze findet man in der österreichischen Wachstumshitparade Vorarlberg heuer nicht. Aber auf das Siegertreppchen hat es der Standort auch heuer wieder geschafft. Platz drei hinter dem Burgenland und Kärnten, deren Wirtschaft im noch laufenden Jahr etwas stärker gewachsen sind als jene in Vorarlberg. Allerdings, und darauf muss hingewiesen werden, lange nicht auf dem hohen Niveau, das Vorarlberg seit Jahren hält.

„Das Jahr 2016 schließen alle Bundesländer mit höheren Wachstumsraten als 2015 ab“, meint Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Das Burgenland wird ebenso wie Kärnten, Vorarlberg und Salzburg mit zumindest zwei Prozent ein besonders kräftiges Wirtschaftswachstum aufweisen. Während Oberösterreich mit partiellen Stärken in der Sachgüterindustrie ein Wachstum auf Augenhöhe mit dem Bundesdurchschnitt von 1,5 Prozent erreichen sollte, werden Niederösterreich, die Steiermark und Wien hinter dem Durchschnitt zurückbleiben. „Trotz des schwierigen Exportumfelds legte die Industrie im ersten Halbjahr 2016 zu. Vor allem in Vorarlberg sorgte der Sektor für starke Impulse“, erläutert Bank-Austria-Ökonom Robert Schwarz. In Vorarlberg lieferte die Industrie das mit Abstand beste Ergebnis, getragen vom Maschinenbau und den Kfz-Zulieferern, so die Analyse der Fachleute.

Das wirkte sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Das höhere Wirtschaftswachstum sorgt erstmals seit fünf Jahren dafür, dass die Arbeitslosenquote in Gesamtösterreich nicht mehr ansteigt. „Dennoch wird das Beschäftigungswachstum nur in den  Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Salzburg sowie in Kärnten ausreichen, um die Arbeitslosenquote zu senken“, so Bruckbauer zur Entwicklung im nächsten Jahr.