Wette auf die Zukunft im US-Spielerparadies

Markt / 06.01.2017 • 19:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hanson Robotics hat einen Albert-Einstein-Roboter geschaffen.
Hanson Robotics hat einen Albert-Einstein-Roboter geschaffen.

International Consumer Electronics Show (CES) gibt die Trends 2017 in der Unterhaltungselektronik vor.

Las Vegas. Die CES in Las Vegas hat sich von einer reinen Elektronikmesse auch zu einer Autoshow entwickelt. Selbstfahrende Autos drängen viele andere Gadgets in den Hintergrund. Das sind die „Wetten auf die Zukunft“ bei der CES 2017:

Roboterautos und Elektrowagen: Kurz vor der Autoshow in Detroit nutzen einige Hersteller die Messe für frühe Ankündigungen. Ford stellt eine neue Version seiner selbstfahrenden Testfahrzeuge mit dezenter untergebrachten Sensoren vor. Die US-Elektroautofirma Faraday Future hat ihr erstes Produktionsmodell vorgestellt. Nissan will verstärkt an der Integration von Roboterwagen in den Straßenverkehr arbeiten, verkündete Nissan-Chef Carlos Ghosn bei der Präsentation einer Studie.

Vernetzte Technik und digitale Assistenten: Das Smart Home mit seinen vernetzten Lampen, Steckdosen, Türschlössern und allen Arten von Haushaltsgeräten eroberte schon in den vergangenen Jahren immer mehr Platz in den CES-Hallen. Jetzt kommen digitale Assistenten dazu. So stellt der weltgrößte PC-Anbieter Lenovo seinen vernetzten Lautsprecher vor, der mit der Assistenzsoftware Alexa von Amazon läuft. Ein schnell wachsender Markt sind WLAN-Routersysteme, die den vielen vernetzten Geräten ein lückenloses Netz bieten sollen.

Wearables: Die Euphorie um die kleinen tragbaren Gadgets wie Computeruhren und Fitnessbänder hat im vergangenen Jahr etwas nachgelassen. Zur CES versuchen die Anbieter auf verschiedenen Wegen, neuen Schwung in den Markt zu bringen. So fügte der Fitnessbandprimus Fitbit seine Geräte zu einem von Arbeitgebern finanzierten Wellnessprogramm hinzu.

TV und Musik: Klassische Unterhaltungselektronik ist bei der CES nicht mehr so dominant wie früher. Bei den Fernsehern kommt die HDR-Technologie für kontrastreichere Bilder in immer mehr Geräte. Bei der Audiotechnik dreht sich alles um Musik aus dem Netz.

Samsung: Für den Smartphone-Marktführer und weltgrößten Hersteller von TV-Geräten ist es keine CES wie jede andere. Es ist der erste große Auftritt nach dem Debakel um die brennenden Akkus. So steht der Konzern, der in Las Vegas traditionell neue Fernseher und Hausgeräte zeigte, noch mehr im Rampenlicht als sonst.

Virtuelle Realität: Leute, die mit VR-Brillen auf dem Kopf in digitale Welten eintauchen, gehören schon länger zum Bild der CES. Neben den Pionieren wie die Facebook-Firma Oculus, Samsung und HTC will dieses Jahr auch Lenovo mitmischen und stellt den Prototypen eines Headsets für die „Holographic“-Plattform von Microsoft vor.

Drohnen: Die kleinen Fluggeräte werden smarter. Software und Sensoren sorgen dafür, dass sie sich autonom bewegen können. So zeigt der Anbieter Keyshare Technology eine Selfie-Drohne, die automatisch um den Nutzer herumschwebt und Aufnahmen von ihm macht.

Portal nennt sich dieser Selbstfahrer von Chrysler. 
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Die Phoenix Drohne begeistert mit ihren intelligenten Eigenschaften die Anwender nicht nur in Las Vegas.
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Spektakulär: Die Präsentation von LG für die OLED-Technik, die Fernsehen in eine neue Dimension katapultiert.  Fotos: AP, AFP
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Diese VR-Brille wird im Medizinbereich eingesetzt.
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Whirlpools Angebot für Waschen und Trocknen.
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