InterSky-Masseverwalter will Geld von Ex-Partnern

Markt / 16.01.2017 • 20:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Forderungen der mehr als 2700 Gläubiger belaufen sich auf über 86 Millionen Euro. 6,8 Millionen Euro wurden anerkannt. 
Die Forderungen der mehr als 2700 Gläubiger belaufen sich auf über
86 Millionen Euro. 6,8 Millionen Euro wurden anerkannt. 

Drei Anfechtungsklagen in Höhe von über einer halben Million Euro eingebracht.

Dornbirn. Rund um die millionenschwere Pleite der Vorarlberger Regionalfluglinie InterSky Luftfahrt GmbH möchte der zuständige Masseverwalter Lukas Pfefferkorn (TWP Rechtsanwälte, Dornbirn) nunmehr Geld von ehemaligen Geschäftspartnern der insolventen Firma und beschreitet dafür den Rechtsweg. Anwalt Pfefferkorn brachte drei Anfechtungsklagen von insgesamt deutlich über einer halben Million Euro gegen drei Geschäftspartner von InterSky ein. Beim Landesgericht Feldkirch wurden die anhängigen Anfechtungsklagen bestätigt.

Dabei geht es um Geschäfte und Zahlungen, welche die Schuldnerin innerhalb einer gewissen Frist vor Konkurseröffnung noch getätigt hat. Zumeist ist das eine Frist von einem halben Jahr. Hintergrund derartiger Anfechtungsklagen ist vor allem der Verdacht einer Gläubigerbenachteiligung, wenn bestimmte Gläubiger innerhalb dieser Frist vor Konkurseröffnung noch Geld bekommen haben, andere hingegen zum Beispiel gar nichts mehr. Der Masseverwalter würde im Falle erfolgreicher Klagen mehr Geld für die Masse und damit für alle Gläubiger erhalten.

Zudem prüft Masseverwalter Lukas Pfefferkorn auch Klagen im Rahmen der zivilrechtlichen Geschäftsführer-Haftung gegen das ehemalige führende Management von InterSky. „Hier sind Klagen durchaus möglich. Sie werden derzeit eingehend geprüft.“