Bringt „America first“ neue Rekorde?

20.01.2017 • 17:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jürgen Rupp
Jürgen Rupp

Bregenz. Die Aktienkurse an der Wall Street haben in den letzten Wochen etwas an Dynamik verloren. Trotzdem konnte sich der Dow Jones Index in diesem noch jungen Jahr bereits an die historische Marke von 20.000 Punkten herantasten.

Doch bevor es neue Rekorde gibt, warten Anleger gespannt darauf, was die neue Regierung unter Donald Trump in den USA alles von seinen eifrigen aber nicht immer widerspruchsfreien „America-First“-Plänen letztlich umsetzen wird.

Gestern erfolgte die Amtseinführung des neuen Präsidenten Donald Trump und seine beginnende Amtszeit wird sehr kritisch beobachtet. Ökonomen sprechen von beunruhigenden Plänen mit einem hohen Grad an Unkalkulierbarkeit. Trumps Vorhaben, die Steuern zu senken und die staatlichen Infrastrukturmaßnahmen massiv zu erhöhen, könnten die US-Wirtschaft vorerst stärker wachsen lassen. Allerdings hat Trump keinen Zweifel daran gelassen, dass Handelskriege drohen, sollten Konkurrenten der USA ihre Werke nicht im Land bauen.

Trump will in seiner Ära ein Wirtschaftswachstum von mindestens drei Prozent erreichen, und dabei so viele Arbeitsplätze schaffen wie noch kein anderer Präsident vor ihm. Doch woher nimmt er in einem Umfeld, in dem Vollbeschäftigung bei Fachkräften herrscht, die benötigten Arbeitskräfte, wenn er die Immigration stark begrenzen möchte? Trotz Unsicherheiten dürften die kommenden Unternehmenszahlen positiv ausfallen und somit den Aktienmarkt weiter unterstützen.

juergen.rupp@raiba.at,
Jürgen Rupp, Teamleiter
Wertpapier Consulting,
Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

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