Dorner Electronic wieder „auf soliden Beinen“

Markt / 25.01.2017 • 19:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dorner Electronic hat für den Ausbau des Panamakanals in vier Misch­anlagen Steuerungen installiert.  Foto: Firma
Dorner Electronic hat für den Ausbau des Panamakanals in vier Misch­anlagen Steuerungen installiert.  Foto: Firma

Umsatzplus von fünf Prozent im Jahr 2016 für Wälder Bausoftware-Spezialisten. 

Egg. Dorner Electronic mit Sitz in Egg hat im Geschäftsjahr 2016 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von über elf Millionen Euro erzielt – ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber 2015, wie die Geschäftsführer Andreas Dorner und Michael Jäger erklären. Damit kommt der Software-Spezialist für die Baubranche wieder in eine sichere Spur, nachdem er im Jahr 2013 mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatte und auch Mitarbeiter abbaute. Bereits 2015 konnte das Geschäftsvolumen um etwa fünf Prozent erhöht werden.

Hoher Auftragsbestand

Auf der Ertragsseite zeigte schon der Jahresabschluss 2015 ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) im deutlich sechsstelligen Bereich. „Für 2016 erwarten wir nochmals eine Steigerung beim Ergebnis“, so Dorner. Und auch für 2017 bedeute der derzeitige hohe Auftragsbestand, dass man bei aller Vorsicht zumindest mit einer ähnlichen Entwicklung rechnen könne. „Der Restrukturierungskurs war erfolgreich. Wir stehen jetzt wieder auf sehr soliden Beinen.“ Auch der damals reduzierte Personalstand wurde von zwischenzeitlich 86 auf jetzt wieder über 90 Beschäftigte erhöht. Um für die zukünftige Entwicklung gerüstet zu sein, biete Dorner nunmehr auch ein Entwicklungsprogramm für Führungskräfte an. Damit wolle man sicherstellen, dass auch junge Mitarbeiter die Fähigkeit zum Leiten eines Bereiches oder eines Teams erlernen können. Denn aufgrund der immer stärker ausgeprägten Kurzfristigkeit des Geschäftes müsse das Unternehmen sehr flexibel agieren können.

Dorner Electronic ist auf Hard- und Softwarelösungen für die Baustoffindustrie und hier insbesondere für Transportbetonwerke und Mischwerke spezialisiert. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden in der DACH-Region erzielt. Der Rest verteilt sich auf verschiedene Regionen und Länder in Europa und der Welt. So kam die Software aus dem Wald zum Beispiel beim Ausbau des Panamakanals zum Einsatz (die VN berichteten). 80 Prozent des Geschäftsvolumens entfallen auf individuelle Hard- und Softwarelösungen sowie auf Software-Produkte, zum Beispiel für das Fuhrpark-Management.

Umsatzplus mit Dorner Batch

Bereits 20 Prozent macht das erst vor wenigen Jahren entwickelte sogenannte Dorner Batch aus. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Hard- und Softwarelösung, die nicht nur von Dorner Electronic, sondern auch von Anlagenbauern installiert werden kann. „Dorner Batch ist individuell konfigurierbar und wichtig für die Erschließung neuer, internationaler Märkte.“ Dorner Batch sei auch maßgeblich mitverantwortlich für das Umsatzplus in den beiden vergangenen Geschäftsjahren, so die Geschäftsführer. Die Dorner Electronic war seit der Gründung 1964 im Besitz der Familie Dorner. Bis Spätherbst 2016 war Andreas Dorner Alleineigentümer. Seither ist der für das Tagesgeschäft zuständige Geschäftsführer Michael Jäger mit fünf Prozent an der Firma beteiligt.

Dorner Batch ist wichtig für die Erschließung neuer Märkte.

Andreas Dorner
Dorner Electronic hat für den Ausbau des Panamakanals in vier Mischanlagen Steuerungen installiert. Foto: Firma
Dorner Electronic hat für den Ausbau des Panamakanals in vier Mischanlagen Steuerungen installiert. Foto: Firma

Dorner Fakten

» Geschäftsführung: Andreas Dorner, Michael Jäger

» Gesellschafter: Andreas Dorner (Anteil: 5,2767 %), Dorner Holding GmbH (89,9614 %), Michael Jäger (4,7619 %)

» Mitarbeiter: 91

» Umsatz 2015: ca. 11 Mill. Euro

» Innovation: Dorner Batch (Hard-Software-Kombination)