Weiler: „Bericht keine geeignete Grundlage“

27.01.2017 • 19:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Volksanwalt sieht Interessen für Umwidmung in Weiler nur „unzureichend abgewogen“.

Bregenz, weiler. (VN-sca) Gestern, Freitag, endete das Auflageverfahren für eine Umwidmung von rund 4,5 Hektar Landesgrünzone in Betriebsgebiet zur Ansiedlung der Großbäckerei Ölz in Weiler (die VN berichteten). Und wie absehbar, trafen am letzten Tag noch einige schwergewichtige Stellungnahmen zu diesem Vorhaben ein.

Neben dem Vorarlberger Landesvolksanwalt Florian Bachmayr-Heyda sprechen sich der Verein Bodenfreiheit, der sich der Erhaltung von Freiräumen widmet und sich u. a. für einen Rückkauf des Bregenzer Seestadt-Areals einsetzt, natürlich die Initiative „Lebensraum Weiler“ und auch der Verband „Bio Austria Vorarlberg“ im Namen seiner landwirtschaftlich tätigen Mitglieder mehr oder weniger ausführlich gegen die geplante Umwidmung aus. Sie kritisieren das Antasten der Grünzone und die Verkehrsbelastung durch einen Industriebetrieb.

Bachmayr-Heyda hält sich kurz und kommt zu dem Schluss, dass „der Erläuterungs- und Umweltbericht aufgrund der nur unzureichend durchgeführten Interessensabwägung keine geeignete Grundlage für die Entscheidung darstellt, ob Flächen zwecks folgender Umwidmung in ein Betriebsgebiet für die Ansiedlung der Firma Ölz in Weiler aus der Landesgrünzone herausgenommen werden sollen.“