Spyder: Die Spinne verlässt ihr Netz

29.01.2017 • 20:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Skibekleidungsfirma Spyder verlegt Logistikzentrum von Wolfurt nach Belgien. 45 Mitarbeiter betroffen.

Wolfurt. (VN-sca) Wer auf Skipisten unterwegs ist oder auch nur vor dem Fernsehschirm dem weißen Sport huldigt, der kennt Spyder. Eine Spinne, die unter Ski-Fans inzwischen Kultcharakter hat, ziert die Rennanzüge und Anoraks von Rennläufern der Teams der USA und Kanada, um nur die zwei größten zu nennen.

Spyder, 1978 in Boulder, Colorado, vom ehemaligen Skirennläufer David L. Jacobs gegründet, ist heute das größte Skibekleidungsunternehmen der Welt, und das Spinnennetz reicht seit vielen Jahren nach Wolfurt. Am Güterbahnhof unterhält der Textilriese seit über neun Jahren sein Logistikzentrum für den EMEA-Raum, also für Europa, Arabien und Afrika. Noch – weil das Logistikzentrum mit 1. April nach Belgien umzieht.

Das Logistikzentrum des US-Konzerns, die Europazentrale im schweizerischen Baar, Untermieter des Paketverteilers DHL. Nachdem der Vertrag zwischen dem Textilunternehmen und DHL mit 31. März ausläuft, hat sich Spyder entschieden, Lager und Logistik nach Antwerpen umzusiedeln. Gründe für diese Entscheidung, so ein Manager von Spyder Europe im Gespräch mit den VN, waren die Nähe zum Hochseehafen in Belgien, geringere Kosten und fehlende Wachstumsmöglichkeiten vor Ort.

Nur noch Lieferadresse

In der Hochsaison arbeiten bis zu 45 Personen im Spyder-Logistikzentrum Wolfurt, sie sorgen bis einschließlich Ende März dafür, dass rund 750.000 Kleidungsstücke pro Saison gelagert, ausgeliefert und bearbeitet werden. Bei steigenden Stückzahlen, denn seit Kurzem hat Spyder auch eine Sommer- und Lifestylekollektion. Die Lagermitarbeiter sind bei DHL angestellt. Bei Spyder habe man keine Informationen, ob und wieviele von ihnen weiterbeschäftigt werden. Österreich wird in Zukunft jedenfalls nur noch Lieferadresse für Spyder sein.