Liebherr baut am Erfolg und baggert in Port Said

Markt / 03.02.2017 • 17:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wo richtig angepackt wird, sind die Geräte von Liebherr Nenzing im Einsatz. Das Bild zeigt Bagger am Suez-Kanal. Foto: Firma
Wo richtig angepackt wird, sind die Geräte von Liebherr Nenzing im Einsatz. Das Bild zeigt Bagger am Suez-Kanal. Foto: Firma

Im Jahr 2016 konnte Baumaschinen-Umsatz um rund 13,5 Prozent auf 466,6 Millionen Euro gesteigert werden.

nenzing. (VN-sca) Die Baustelle für zwei Tunnels, die unter dem Suez-Kanal durchführen sollen, zeigt eindrücklich, wo die Powermaschinen aus Nenzing benötigt werden. Die Liebherr Seilbagger und Raupenkrane sind dort im Einsatz, wo richtige Leistung gefragt ist. Insgesamt zehn Liebherr Seilbagger und Raupenkrane kommen gegenwärtig im Rahmen dieses milliardenschweren Projekts in Ägypten zum Einsatz.

Schweres Gerät für die Welt

Unter den Geräten in Ägypten befindet sich mit dem HS 8100 HD auch ein Hydroseilbagger der neuesten Generation. Die imposanten Maschinen im charakteristischen Liebherr-Gelb sind Trendsetter in der Branche. Dank des Eco-Silent-Modes wird die Arbeitsdrehzahl des Motors reduziert, was zu einer beträchtlichen Reduzierung des Dieselverbrauchs führt. Die optimierte Hydraulik sorgt für mehr Effizienz im Baustelleneinsatz.

Spezialisierung auf den Bau

Nicht nur in Ägypten vertraut man auf das schwere Gerät aus Nenzing. Das zeigen die Zahlen des Geschäftsjahres 2016, die für die Liebherr-Werk Nenzing GmbH äußerst erfreulich sind. Dank der sehr guten Auftragslage konnte im Produktbereich Baumaschinen ein Umsatz von rund 466,6 Millionen Euro erzielt werden. Das Liebherr-Werk in Nenzing hat sich, wie die VN berichteten, auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Baumaschinen spezialisiert. Im Jahr 2016 konnte der Umsatz in diesem Segment um rund 13,5 Prozent gesteigert werden. Das ist der zweithöchste Umsatz in diesem Bereich nach dem Boom-Jahr 2008.  Besonders die Raupenkrane sowie die Ramm- und Bohrgeräte sind weltweit begehrt. „Hier war der nordamerikanische Markt einmal mehr ein wesentlicher Impulsgeber. Weitere wichtige Absatzmärkte sind zum einen Europa, zum anderen aber auch südostasiatische Länder wie Indonesien oder Malaysia“, so Unternehmenssprecher Wolfgang Pfister gegenüber den VN.

Allein bei der größten Baumaschinenmesse der Welt, der Bauma München, die im Dreijahresrythmus stattfindet, konnten die Nenzinger im Vorjahr 41 Maschinen um rund 50 Millionen Euro verkaufen. Zufrieden ist man bei Liebherr Nenzing auch mit der Auftragslage für 2017. Insgesamt soll der Umsatz gegenüber 2016 leicht gesteigert werden. Neben den bereits anstehenden Großprojekten hofft man in Nenzing trotz schwieriger wirtschaftspolitischer Zeichen aus den USA auf entsprechende Resonanz bei der wichtigsten Baumaschinenmesse in Nordamerika, der Conexpo.

Auch maritime Krane begehrt

Insgesamt wurde in Nenzing ein Umsatz von 833,1 Mill. Euro erzielt. Darin beinhaltet sind neben dem Baumaschinen-Umsatz im Vorarlberger Werk auch die Umsätze für maritime Krane, welche an den Standorten Rostock (D) und Sunderland (GB) produziert werden, noch über die Liebherr-Werk Nenzing GmbH abgewickelt werden.

Liebherr Fakten

» Umsatz 2016 Liebherr-Werk Nenzing GmbH (Nenzing, Rostock, Sunderland): 833,1 Millionen Euro 

» Umsatz 2016 Sparte Baumaschinen Nenzing: 466,6 Millionen Euro (+13,5 %)

» Beschäftigte in Vorarlberg: 1740, an anderen Standorten 564, Lehrlinge 134

» Produktion Nenzing: Raupenkrane, Seilbagger sowie Ramm- und Bohrgeräte