Es bleibt in der Unternehmensfamilie

Markt / 20.02.2017 • 22:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Standort von Sleepwell Kauffmann in Hörbranz soll auch künftig nicht gerüttelt werden. Foto: VN/Hofmeister
Am Standort von Sleepwell Kauffmann in Hörbranz soll auch künftig nicht gerüttelt werden. Foto: VN/Hofmeister

Kauffmann-Miteigentümerin grosso holding übernimmt deutschen Bettwaren-Hersteller.

Hörbranz. (VN) Kürzlich kündigte der Hörbranzer Daunenaufbereiter und Bettwarenhersteller Sleepwell Kauffmann an, die Abhängigkeit von externen Hüllennähereien beenden zu wollen. Nun ist die Entscheidung gefallen und die „Inlets“ für Sleepwell Kauffmann kommen zukünftig sozusagen aus der Familie. Denn der indirekt größte Miteigentümer bei Sleepwell Kauffmann, die grosso holding GmbH rund um den österreichischen Investor Erhard F. Grossnigg, hat vor wenigen Tagen die Übernahme und Fortführung des in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Bettwaren-Herstellers Sanders in der norddeutschen Stadt Bramsche bei Osnabrück vertraglich fixiert.

Die per 1. April 2017 neu zu gründende und dann operativ tätige Sanders EU GmbH wird zu 75 Prozent der grosso holding GmbH gehören, ein Viertel der Anteile hält Hans-Christian Sanders von der vormaligen Firma Gebr. Sanders. Hans-Christian Sanders wird auch zum neuen Geschäftsführer der Sanders EU GmbH bestellt und teilt sich die Geschäftsführung dabei mit Kauffmann-Geschäftsführer Helmut Schrenk.

Helmut Schrenk erklärt auf Anfrage, dass Sanders ein Hüllen- und Stoffproduktionswerk in Bramsche, eine Deckenfertigung in Bad Bentheim sowie zwei Produktionswerke in der Ukraine betreibe. Zukünftig werde Sleepwell Kauffmann seine Inlets für die Bettwaren mehr oder weniger zur Gänze von Sanders beziehen. „Sanders und Sleepwell Kauffmann sind jetzt Teil der gleichen Unternehmensfamilie“, so Schrenk. Mit dieser Übernahme und der engeren Zusammenarbeit werde Sanders/Sleepwell Kauffmann jetzt zu einem der führenden Bettwarenhersteller in Europa. Die beiden Unternehmen kommen zusammen auf einen Umsatz von bis zu 70 Millionen Euro und beschäftigen rund 800 Mitarbeiter.

Schrenk bleibt auch weiterhin Geschäftsführer bei Sleepwell Kauffmann. Am Standort Hörbranz werde nicht gerüttelt. Die Bettfedernfabrik als Herzstück von Sleepwell Kauffmann bleibe auch weiterhin im Ländle situiert, betont Schrenk.