Diskussionsgrundlage

Markt / 22.02.2017 • 19:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Diskussionsgrundlage

So viel Platz ist noch in Vorarlberg. Landes­raumplanung mit aktuellen Zahlen.

Bregenz. (VN-sca) „Es ist uns seitens des Landes Vorarlberg sehr an einer fairen öffentlichen Debatte gelegen, und wir sehen es daher als unsere Verpflichtung, die Zahlen zu den freien Flächen richtigzustellen, um eine den realen Begebenheiten und Fakten entsprechende öffentliche Debatte zu gewährleisten“, betont Clemens Osl, Mitarbeiter von Raumplanungslandesrat Karlheinz Rüdisser. Hintergrund: Die Landesraumplanung stellte vergangene Woche den VN Zahlen über bebaute und unbebaute Flächen in Vorarlberg zur Verfügung. Doch ein Rechenfehler der Raumplaner zeigte bei den regionalen Detailzahlen ein falsches Bild, das vermittelte, dass in Vorarlberg mehr als genug Flächenreserven vorhanden sind. Richtig hingegen waren die Gesamtzahlen für das ganze Bundesland.

200 Quadratmeter täglich

Die neuen Zahlen zeigen, dass tatsächlich hohe Zeit ist, Lösungen zu finden, welche die berechtigten Anliegen von Bevölkerung, Landwirtschaft, Wirtschaft und Naturschutz unter einen Hut bringen. Um die Diskussion, wie man mit dem noch zur Verfügung stehenden Bauland umgehen soll, wird man im Land also nicht herumkommen. Die Bauflächenreserven bei den Betriebsgebieten  haben von 32,4 Prozent im Jahr 2001 auf 21,9 Prozent im Jahr 2015 abgenommen, In Hektar: von 392,6 im Jahr 2001 auf 288,9 im Jahr 2015. Pro Tag nehmen die Bauflächenreserven in den Betriebsgebieten um 200 Quadratmeter ab.

Ähnlich der Gesamtheit aller Bauflächen erfolgt bei den Betriebsgebietsflächen die Bebauung zu knapp 50 Prozent auf bestehenden Betriebsgebiet-Bauflächenreserven. Raumplanungslandesrat Karlheinz Rüdisser: „Die Mobilisierung bestehender Bauflächenreserven verläuft also weitaus erfolgreicher als in der politischen Diskussion gerne behauptet wird.“ Kommunal- und Landespolitiker jeglicher Cou­leur (auch wenn es nur die unterschiedlichen Töne von Schwarz sind) wissen, dass die Begehrlichkeiten angesichts der anhaltenden Bevölkerungszunahme sowie der Wirtschaftsentwicklung nicht weniger werden.

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