Was als Geldanlage glänzt

Markt / 26.02.2017 • 19:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vermögensberater Markus Salzgeber ist Fachgruppenobmann der Vorarlberger Finanzdienstleister.  Foto: VN/Paulitsch
Vermögensberater Markus Salzgeber ist Fachgruppenobmann der Vorarlberger Finanzdienstleister. Foto: VN/Paulitsch

Von Gold bis Fonds: Vermögensberater Markus Salzgeber über lohnende Investments.

Schwarzach. Wie werden sich die weltweiten Finanzmärkte heuer entwickeln? Das kann niemand genau beantworten. Schließlich bräuchte man für eine genaue Prognose hellseherische Fähigkeiten. Aber die Anzeichen für eine positive Entwicklung sehen derzeit gut aus. Auch Vermögensberater Markus Salzgeber, Obmann der Vorarlberger Finanzdienstleister, sieht für das Börsenjahr gute Aussichten gegeben und deshalb auch gute Chancen für Anleger.

Nur, die Sparer im Land setzen vielfach auf klassischere Anlageformen. Sparbuch und Bausparvertrag stehen auf der Beliebtheitsskala ganz oben.  Dass Bausparen so beliebt ist, liegt für Salzgeber an der Einfachheit des Produkts und der staatlichen Förderung. „Unterm Strich bringt es aber nichts“, ist er überzeugt. Ganz im Gegensatz zu Wertpapieren, die in Sachen Beliebtheit aber noch Aufholpotenzial haben. „Viele haben in der Finanzkrise draufgezahlt“, ortet Salzgeber einen Grund dafür. Zudem würden oft die Produkte miteinander verwechselt. Fonds seien zum Beispiel nicht gleich Aktien. Gerade um für seine Kinder Geld anzusparen, sei Fondssparen sehr sinnvoll und ohne viel Risiko möglich. Mit kleinen Beträgen könne man so im Laufe der Jahre viel ansparen. „Klein und lang ist besser als groß und kurz. Sprich rechtzeitig mit kleineren Beträgen und langfristig ansparen, ist wichtig“, verdeutlicht der Vermögensberater seine Devise. Aber insgesamt erfordere das viel Beratung, damit die Kunden das Produkt auch verstehen. Schließlich habe jeder ein anderes Risikoprofil und einen anderen Zeithorizont.

Objektive Beratung

Beratung ist auch bei Krediten oberstes Gebot. Schließlich werden die Verträge und Vorschriften immer umfangreicher. Bei der Kreditberatung ist es Salzgeber deshalb wichtig, zuerst genau die Situation des Kunden zu analysieren, die Finanzierung durchzurechnen. „Zum Beispiel, ob der Kunde sich den Kredit auch bei steigenden Zinsen leisten könnte.“ Erst danach werden Angebote der verschiedenen Banken eingeholt und diese auf ihre Vor- und Nachteile durchgesprochen. Salzgeber, der selbst jahrelang als Bankberater tätig war, sieht seinen Vorteil dabei klar in der Objektivität.

Das Bewusstsein für private Vorsorge stuft der Vermögensberater allerdings als noch zu gering ein. Das Pensionskonto sei für manchen zwar ein Weckruf gewesen, vielen sei aber nicht bewusst, dass dieses nur Bruttozahlen abbilde. Auch angesichts der Tatsache, dass das Pensionsalter steige und die Bevölkerung älter wird, sei es umso wichtiger, früh genug vorzusorgen. „Meist geht es ja nicht darum, die Existenz abzusichern, sondern den Lebensstandard“, verdeutlicht der Fachgruppenobmann. Beratung ist also auch hier unabdingbar. Eine aktuelle Studie der Fachhochschule St. Pölten und der Hochschule Luzern hat das übrigens gerade bestätigt: Wer besser über Finanzthemen Bescheid weiß, sorgt für die Pension eher vor, so ein Ergebnis.

Krisenwährung beimischen

Salzgeber ist auch ein Freund der „Krisenwährung“ Gold, aber nur in Form von Münzen oder Barren. „Am besten sind kleinere Münzen, auch wenn sie etwas teurer sind.“ Es eigne sich sehr gut als Beimischung von fünf bis zehn Prozent im Portfolio.

Wichtig sei, unahängig von der Anlageform, sich einen Notgroschen bereitzuhalten. „Normalerweise spricht man von drei Gehältern. Wenn allerdings Anschaffungen oder Reparaturen anstehen, besser fünf“, rät Salzgeber. Hierfür habe dann auch das Sparbuch durchaus seine Berechtigung.

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