632 Vollsortimenter und Spezialisten

06.04.2017 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Spezialitätengeschäfte (im Bild: Bevanda, Dornbirn) haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen.  Foto: VN/Paulitsch
Spezialitätengeschäfte (im Bild: Bevanda, Dornbirn) haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Foto: VN/Paulitsch

Immer mehr Geschäfte bieten Spezialitäten an, auch Tankstellenshops nehmen zu.

Feldkirch. (VN-sca) Die Versorgung der Vorarlberger mit Lebensmittelgeschäften ist sehr gut, 99 Prozent der Vorarlberger haben einen Lebensmittelmarkt im Ort. Ein vollständiges Sortiment an Lebensmitteln bzw. Waren des täglichen Bedarfs bieten in Vorarlberg 234 Geschäfte an, so die aktuelle Erhebung der Wirtschaftskammer. Die Gesamtfläche der Vollsortimenter und Diskonter beträgt zum Stichtag 1. Jänner 2017 128.000 Quadratmeter.

Neun Orte ohne Laden

Allerdings haben neun Gemeinden trotz hohem Versorgungsgrad das Nachsehen, denn in neun Gemeinden – Eichenberg, Möggers, Reuthe, Dünserberg, Fraxern, Röns, Lorüns, Stallehr und St. Anton – gibt es keinen „Dorfladen“. Die Konsumenten müssen über die Ortsgrenze fahren, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Was die aktuelle Erhebung auch zeigt: Es gibt immer mehr Geschäfte mit einem speziellen Lebensmittelangebot. 96 Standorte fallen in diesen Bereich; sie bieten vegane Lebensmittel, Bio- und Naturkost ebenso wie Getränke (Wein, Bier, Spirituosen etc.) und regionale Produkte an. Die gesamte Verkaufsfläche dieser Geschäfte beläuft sich auf 5050 Quadratmeter.

32 Tankstellenshops

Es gibt 184 Bäckereien und und Brotverkaufsstellen mit einer Verkaufsfläche von 5250 Quadratmetern. Letztere haben sich in den letzten Jahren, oft in Kombination mit einem gastronomischen Angebot, sehr stark ausgebreitet. An 57 Standorten im Land gibt es Metzgereien und Fleischergeschäfte (Verkaufsfläche: 2250 Quadratmeter). 29 Geschäfte haben sich mit einem ethnischen Sortiment am Markt etabliert; die Fläche dieser beträgt 1350 Quadratmeter, wobei die großen türkischen Geschäfte als Vollsortimenter gerechnet werden.  Und auch die Tankstellen-Shops boomen, heute gibt es 32 davon, Tendenz weiter steigend.

Abflüsse nach Deutschland

Die Vorarlberger kaufen zwar zu 95 Prozent im Land, dennoch gibt es Kaufkraftabflüsse. Im Lebensmittelbereich gehen zirka 16 Mill. Euro in die benachbarten Landkreise in Deutschland, weitere zirka sieben Mill. Euro fließen in den Internethandel. Die bedeutendsten Kaufkraftzuflüsse, zirka 46 Mill. Euro von gesamt zirka 50 Millionen Euro, kommen aus der Schweiz und Liechtenstein. Mit einem Plus von 28 Mill. Euro fällt die Bilanz mit den Nachbarn positiv aus.