Die Stärken von Print in einer digitalen Welt

12.04.2017 • 16:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Was verändert sich mit der Digitalisierung: Kommunikationsexperte Sergej Kreibich im Gespräch.

Dornbirn. Vieles ist im Wandel und Unternehmen jeder Branche sind gefordert, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Hierbei gibt es kein Patentrezept. Aber wer den Kunden ins Zentrum seiner Strategie stellt, macht schon vieles richtig, erläutert Sergej Kreibich, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur go biq, im Interview.

Haben Drucksorten noch Berechtigung? Braucht es in einer immer digitaleren Welt noch Gedrucktes, wie Bücher, Broschüren und Verpackungen?

Kreibich: Noch nie wurde mehr gedruckt als heute; allerdings ändert sich das Nutzungsverhalten und die Rolle von Printprodukten. Sensorisches Erleben, Qualität und Wertigkeit z. B. bei hochwertigen Verpackungen oder Broschüren sind wichtig, genauso wird es Bücher, Zeitungen und Magazine noch lange geben.

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang die Webpräsenz von Druckereien sowie anderen Betrieben und welche Rolle spielen professionelle Produktbeschreibungen im b2b-Bereich?

Kreibich: Ein aktueller und guter Internetauftritt ist heute in jeder Branche unerlässlich. Natürlich mit guten Produkt- und Leistungsbeschreibungen, aber auch Produktvideos oder Tutorials. Trotz oder gerade aufgrund der Digitalisierung ist ein klares Leistungsversprechen und das Wissen, für was eine Marke steht, wichtiger denn je. Das alleine reicht aber nicht – in Zukunft geht es darum, das Internet als Vertriebskanal zu nutzen, über gezieltes Inbound-Marketing, und die Kunden auch über soziale Medien richtig anzusprechen.

Welche Herausforderungen stellt die dynamische Entwicklung der Digitalisierung für die Kreativwirtschaft dar?

Kreibich: Wir sind gefordert, am Ball zu bleiben. Das geht nur mit der richtigen Grundeinstellung: Neugierig und offen für Veränderung zu sein und agile Methoden der Zusammenarbeit zwischen Agentur, Kunden und externen Partnern ausbauen.