Schmidt’s Erben jetzt online

19.04.2017 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Anteil der Privatkunden soll, so Geschäftsführer Thomas Fritz, auf rund zehn Prozent wachsen.  Foto: VN/Hofmeister
Der Anteil der Privatkunden soll, so Geschäftsführer Thomas Fritz, auf rund zehn Prozent wachsen. Foto: VN/Hofmeister

Mit einem Onlineshop will Eisenwarenhändler Schmidt’s Privatkunden ansprechen.

Bürs. Der Eisenwarengroßhändler Schmidt’s (früher Schmid’s Erben) war bislang vornehmlich mit gewerblichen Kunden im Geschäft. Der Anteil der Privatkunden, die in einem der österreichweit 15 Standorte einkaufen, liegt aktuell bei weniger als fünf Prozent. Das soll sich jetzt ändern. Denn Schmidt’s betreibt seit Kurzem einen Onlineshop mit rund 10.000 gelisteten Artikeln speziell für Privatkunden. „Das ist eine strategische Entscheidung mit dem Ziel der Diversifizierung und der Erweiterung der Kundenstruktur. Wir möchten mit dem identen Sortiment auch vermehrt Endverbraucher ansprechen“, so der Geschäftsführer des technischen Händlers, Thomas Fritz.

Die Privatkunden würden die gleichen Artikel angeboten bekommen wie der Profi-Anwender, denn man setze auch hier auf professionelle Geräte und Werkzeuge in entsprechender Qualität. Dabei gehe es insbesondere um Werkzeuge, Gartengeräte und Beschläge. Innerhalb von fünf Jahren wolle das Traditionsunternehmen damit den Anteil der Privatkunden auf zumindest zehn Prozent des Gesamtumsatzes erhöhen.

Bei Schmidt’s sei man davon überzeugt, dass der Onlinehandel im Geschäft zwischen Unternehmen (B2B) zukünftig auch die Geschäftsbeziehungen zum Endkunden (B2C) massiv prägen werde. „Gerade die junge Generation ist es gewohnt, dass sie rund um die Uhr etwas bestellen kann.“ Die Eröffnung weiterer stationärer Standorte eigens für Privatkunden sei unterdessen nicht geplant.

5,3 Prozent Umsatzplus

Die Firmengruppe Schmidt’s erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen konsolidierten Umsatz von 155,2 Millionen Euro, ein Plus von rund 21 Prozent. Dabei ist allerdings die im vergangenen Frühjahr erfolgte Anteilsaufstockung an der Weyland Steiner Handwerks- und Industriebedarf GmbH & Co KG in Bergheim bei Salzburg von 25 auf 50 Prozent zu berücksichtigen, was rechnerisch 20 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz brachte. Rein organisch ohne Zukäufe oder Anteilsaufstockungen belaufe sich das Umsatzwachstum auf 5,3 Prozent, so Fritz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Schmidt’s rund 4,1 Mill. Euro für Logistik, Erweiterungen im IT-Bereich sowie für den neuen Onlineshop für Privatkunden. Der Löwenanteil der Investitionen floss in den Kauf einer 8000 Quadratmeter großen Liegenschaft in Graz-Seiersberg. Dort kaufte das Unternehmen eine bisher angemietete Liegenschaft.