„Achtsam leben und arbeiten“

20.04.2017 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Meusburger: „Ich unterstütze Kleinwasserkraftwerksbetreiber und beschäftige mich mit E-Mobilität.“
Meusburger: „Ich unterstütze Kleinwasserkraftwerksbetreiber und beschäftige mich mit E-Mobilität.“

„Es lässt sich immer eine Lösung finden“, lautet das Motto von Franz Karl Meusburger.

Koblach. Er war und ist leidenschaftlicher Mechaniker, Techniker und Unternehmer und sein Herz schlägt ganz besonders für Kleinwasserkraftwerke. „Das Thema Umwelt- und Klimaschutz begleitet mich schon seit Jahrzehnten und hat sich auch auf meine berufliche Tätigkeit ausgewirkt“, erzählt Franz Karl Meusburger.

„Es ist für mich ein Gebot der Stunde, achtsamer mit der Umwelt umzugehen und in allen Lebensbereichen nach naturverträglichen und nachhaltigen Lösungen zu suchen. Speziell im Energiebereich zeigt sich, in welche Sackgasse die Atomenergie und die Nutzung fossiler Energie geführt hat.“

Jeder kann viel bewirken

Was jeder Einzelne, die Gemeinden, Unternehmen, Industriebetriebe, am besten alle miteinander, tun können, um für Umwelt, Klima und dadurch für alle Nutzen zu stiften, anstatt Schaden zu verursachen, sieht Franz Karl Meusburger so: „Der erste und wichtigste Schritt ist die Analyse des eigenen Verbrauchs von Energie in allen Formen: Strom, Öl, Gas, Holz, Nahrung, Wasser, Mobilität, usw. Die wertvollste und günstigste Energie ist jene, die ich einsparen kann, die nicht verbraucht wird. Erst im zweiten Schritt muss dann überlegt werden, wie kann ich den Restbedarf durch regenerative Energiequellen abdecken.“ Franz Karl Meusburger ist überzeugt davon, dass Wasserkraft der Motor der regionalen Wirtschaft und die ökologische Kreislaufwirtschaft die Zukunft ist, und erläutert Zukunftsprojekte: „Die Wasserkraft ist für Vorarlberg ein wertvoller Schatz, der in reichem Maße zur Verfügung steht. Im Zusammenhang mit anderen regenerativen Energieträgern kommt der Speicherung von Energie immer größere Bedeutung zu. In diesem Licht ist auch der Bau des Speicherkraftwerks Obervermunt II als ein sehr wichtiger Beitrag für die Zukunft zu sehen.

Daneben sind einige Projekte im Sinne der Energieautonomie 2050 in Planung. Leider verhindert der derzeit niedrige Marktpreis für Strom von rund drei Cent/kWh eine wirtschaftliche Realisierung der Projekte.“ Dennoch ist der Einsatz des Pensionisten ungebrochen: „Ich unterstütze Kleinkraftwerksbetreiber bei Wiederverleihungen und Wassermessungen. Daneben beschäftige ich mich mit der Elektromobilität. Sie wird neben dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine wichtige Rolle in Bezug auf die CO2-Einsparung spielen.“