Kommt die Trendwende an den Börsen?

21.04.2017 • 17:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ines Frei
Ines Frei

Dornbirn. Die positive Stimmung für ertragreiche Anlageklassen verlor im März im Vergleich zu den Vormonaten etwas an Dynamik. Globale Aktien verzeichneten zwar ein leichtes Plus, die Kurse von
Unternehmensanleihen und Anleihen aus den Schwellenländern bewegten sich aber seitwärts. Steht uns jetzt unmittelbar eine nachhaltige Trendwende bevor?

Die gute Wirtschaftsentwicklung wird zunehmend selbsttragend und benötigt weniger Hilfe durch niedrige Leitzinsen, allen voran in den USA. Nachdem aber keine immanente Inflationsgefahr herrscht – diese Woche wurde für Österreich eine Inflationsrate von zwei Prozent ausgewiesen – werden die Leitzinsen nur leicht ansteigen bzw. in Europa weiterhin niedrig bleiben. Was wären Risiken, die eine Kurskorrektur an den Märkten auslösen könnten? Wenn sich beispielsweise abzeichnet, dass der neue US-Präsident sein Wachstums­programm (Steuersenkungen, Infrastrukturprojekte, Deregulierung) nicht umsetzen kann, dann sind Enttäuschungen an den Märkten programmiert. Zunächst wird sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf die Unternehmensergebnisse für das erste Quartal richten. Die Unternehmen beginnen jetzt über ihren Geschäftsverlauf zu berichten. Entscheidend wird es vor allem sein, ob Unternehmer und Investoren den wirtschaftlichen Optimismus gleichermaßen teilen.

Was bedeutet das für Anleger? Eine offensiv aus­gerichtete Strategie aus Aktien, Hochzins-Unternehmensanleihen und Anleihen aus Schwellenländern bleibt interessant, Staatsanleihen aus der Eurozone sind derzeit nicht attraktiv. Eine breite Streuung, gemäß dem Motto des Weltfondstags 2017, bleibt das Gebot der Stunde.

ines.frei@dornbirn.sparkasse.at

Veranlagungsspezialistin
Sparkasse

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