Friseur, Trafik und Café

24.04.2017 • 19:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Thomas Moll (l.) ist stolz auf sein engagiertes Team.  Fotos: Firma, Hofer
Thomas Moll (l.) ist stolz auf sein engagiertes Team. Fotos: Firma, Hofer

Thomas Moll investierte in seinen Friseursalon 1,1 Millionen Euro und schafft einen Treffpunkt im Ort.

Frastanz. (cro) „Sind Sie die Chefin?“ – „Nein, wir haben hier einen Chef“, stellt Rühmut Häusle gleich klar. Und der Chef, das ist
Thomas Moll, Friseurmeister, Einzelhandelskaufmann, diplomierter Fachwirt und Inhaber einer Gastgewerbe-Konzession. Nicht verwunderlich, dass auch hinter dem Unternehmer mit den vielen verschiedenen Kompetenzen und Branchen eine ungewöhnliche Kombination unter einem Dach steht: Friseur, Trafik, Tagescafé.

Dafür hat der 52-Jährige seinen Betrieb in Frastanz im letzten Herbst für sechs Wochen geschlossen und 1,1 Millionen Euro in den Umbau investiert. Entstanden ist eine Symbiose, die ersetzt, was in vielen Gemeinden längst fehlt. Ein wichtiger Treffpunkt im Ort, ein Platz für Austausch und „a Schwätzle“ über Gott und die Welt. Das rege Treiben bestätigt das. Dabei wird die feierliche Eröffnung erst im Mai stattfinden.

Umsatz steigern

Doch Moll hat an eine Tradition angeknüpft, mit der das Friseurgeschäft seit jeher verbunden ist. Er verbindet Cut mit Coffee oder anders ausgedrückt: das Angenehme mit dem Nützlichen. „Ganz am Anfang war hier in der Hauptmann-Frick-Straße 1 der Salon mit einer Eisdiele kombiniert“, erzählt der Fras­tanzer. Vater Herbert hatte hier seine Lehre absolviert und anschließend das Haus mit Salon übernommen. „Meine Mutter war es dann, die den Handel involvierte und Fotoartikel, Souvenirs und andere Kleinigkeiten verkaufte.“ Und er selbst setzt auf ein Angebot, das man in Anspruch nehmen kann, aber nicht muss. Und doch wird es so sein, dass die Leute aus dem Friseurgeschäft auch auf einen Kaffee kommen und die, die einen Lottoschein aufgeben, auch einen neuen Haarschnitt in Erwägung ziehen. Das ist gut so, denn der Nachfolger in zweiter Generation hat sich sportliche Ziele gesetzt. „Wir haben derzeit einen Umsatz von 400.000 Euro“, sagt Moll. „Den möchte ich um 15 bis 20 Prozent steigern.“ Dass das machbar ist, davon ist der Unternehmer überzeugt. Nicht nur wegen der neun Friseurstühle und der 120 Quadratmeter großen, hell und freundlich gestalteten Flächen, sondern weil der Austausch schon jetzt funktioniert.

Tanja Oberer,
            
              Friseurin
            Schon als ich zehn Jahre alt war, wusste ich, dass ich einmal Friseurin sein will. Mir macht es Spaß, mit Kunden zu schwätzen, und ich mag es, immer wieder Neues auszuprobieren.

Tanja Oberer,

Friseurin

Schon als ich zehn Jahre alt war, wusste ich, dass ich einmal Friseurin sein will. Mir macht es Spaß, mit Kunden zu schwätzen, und ich mag es, immer wieder Neues auszuprobieren.

Rühmut Häusle,
            
              Friseurmeisterin
            Ich arbeite seit 28 Jahren bei Friseur Moll. Das Arbeitsklima ist super und ich finde es toll, dass sich unser Chef auch sozial engagiert. Ich habe immer noch jeden Tag Freude an der Arbeit.

Rühmut Häusle,

Friseurmeisterin

Ich arbeite seit 28 Jahren bei Friseur Moll. Das Arbeitsklima ist super und ich finde es toll, dass sich unser Chef auch sozial engagiert. Ich habe immer noch jeden Tag Freude an der Arbeit.

Nadine Kissenberth, Lehrling (3. LJ.)Ich schneide am liebsten den Herren die Haare. Damit die Verläufe schön sind, ist Genauigkeit nötig. Die Arbeit ist durch Trafik und Café abwechslungsreich.

Nadine
Kissenberth,

Lehrling (3. LJ.)

Ich schneide am liebsten den Herren die Haare. Damit die Verläufe schön sind, ist Genauigkeit nötig. Die Arbeit ist durch Trafik und Café abwechslungsreich.

Fakten zur Firma

Friseur Moll GmbH

» Sitz: Frastanz

» Filialbetrieb: Göfis

» Mitarbeiter: 5

» Umsatz: 400.000 Euro

Weitere Infos zum Unternehmen www. friseurmoll.com