„Newsletter-Marketing braucht Know-how“

26.04.2017 • 16:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sebastian Manhart: „Unternehmen müssen den richtigen Tool-Mix für sich finden.“  Foto: WKV
Sebastian Manhart: „Unternehmen müssen den richtigen Tool-Mix für sich finden.“ Foto: WKV

Wer auf ein erfolgreiches Newsletter-Marketing setzen will, muss was zu erzählen haben.

Dornbirn. Newsletter fangen dort an, wo Webseiten aufhören. Im Vergleich zu einmaliger oder unregelmäßiger Werbung schaffen sie es durch Regelmäßigkeit, dass Unternehmen und Marken im Bewusstsein der Kunden bleiben. Das stärkt die Bindung. Auch im Olympiazentrum Vorarlberg setzt man auf Newsletter-Marketing. Was es dabei zu beachten gibt, weiß Geschäftsführer Sebastian Manhart.

Wieso haben Unternehmer-Newsletter, beim derzeitigen Informationsüberfluss, noch ihre Berechtigung?

Manhart: Newsletter machen sicher nicht bei jedem Unternehmen Sinn – es kommt ja immer darauf an, wie die Zielgruppen strukturiert sind, wie das Kommunikationsverhalten der jeweiligen Gruppen ist. Für Newsletter gibt es sicherlich gut geeignete Zielgruppen: Leute, die nicht nur eine schnelle, kurze Info haben wollen sondern die Interesse an Hintergrundinformationen zeigen und entsprechend die nötige Zeit besitzen, weil sie beispielsweise einen Büroarbeitsplatz haben. Oder Leute, die sich am Abend die Zeit nehmen, um etwas zu lesen. Als Unternehmen muss man den richtigen Tool-Mix für sich finden.

Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Newsletter aus und wann spricht man von guter Performance?

Manhart: Im Wesentlichen geht es ja immer um die Frage, wie viele Empfänger öffnen den Newsletter und wie viele klicken auf weiterführende Links. Im Informationsüberfluss muss ich auf den ersten Blick erkennbaren Mehrwert bieten: Warum soll ein Empfänger das Mail öffnen? Neben meiner Strahlkraft als Absender ist der Betreff des Mails sehr wichtig. Wenn das Mail erst geöffnet ist, kommt das Thema Usability ins Spiel; der Weg zu weiterführenden Infos muss sehr einfach sein. Wesentlich ist zudem oft das Timing, dafür muss ich aber auch wieder meine Adressaten kennen. Das heißt, dass ich jedenfalls immer den Response auf den Versand genau beobachten muss. Im Olympiazentrum setzen wir ein Newsletter-Tool für die unterschiedlichsten Zielgruppen ein; die kleinste Liste besteht nur aus 17 Empfängern. Für unseren klassischen Newsletter haben wir eine Öffnungsrate von 25 Prozent als Zielgröße.

Zahlt gutes Newsletter-Marketing in eine Marke ein?

Manhart: Ich bin der Meinung, dass alles, was ich als Unternehmen gut mache, die Marke stärkt. Für Newsletter bedeutet das, dass ich die Finger davon lassen sollte, wenn ich nicht Kapazität und Know-how für einen guten Newsletter habe, entweder im Haus oder bei einem Dienstleister. Ich brauche aber immer Leute im Unternehmen, die einen Blick für gute Geschichten haben. Wenn ich nichts zu erzählen habe, brauche ich auch keinen Newsletter.