Vorarlberger Bauwirtschaft wächst weiter hoch hinaus

26.04.2017 • 20:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gute Konjunktur in der Vorarlberger Bauwirtschaft.  Foto: VN
Gute Konjunktur in der Vorarlberger Bauwirtschaft. Foto: VN

Wachstum vor allem im Hochbau. Unterstützung für Maßnahmen gegen überhitzten Grundstücksmarkt.

Feldkirch. (VN) In der Vorarlberger Bauwirtschaft setzt sich der Positivtrend fort. Nicht nur, dass die Unternehmen auf eine positive Entwicklung in den letzten Jahren zurückblicken können, läuft es auch derzeit weiterhin rund. Die Bauunternehmer in Vorarlberg sprechen durchwegs von einer erfreulichen Auftragssituation. Vor allem im Hochbau herrscht Zufriedenheit, während der Tiefbau zwar keinen Grund zum Jammern gibt, aber doch etwas besser laufen könnte, sagt Innungsmeister Peter Keckeis anlässlich der Fachgruppentagung. Die heimische Bauwirtschaft erzielte 2016 einen Jahresumsatz von knapp 640 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 1,9 Prozent im Vergleich zum ebenfalls erfreulichen Jahr 2015.

Der Mitarbeiterstand in der Baubranche hält sich stabil. Im Jahresschnitt beschäftigen die Vorarlberger Bauunternehmen 4000 Mitarbeiter, davon 180 Maurerlehrlinge. „Das entspricht einem Anteil von über sechs Prozent der Gesamtbeschäftigten und bedeutet, dass unser Bundesland im Österreich-Vergleich das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Maurerlehrlingen ist“, betont Innungsmeister Keckeis. 

Externe Preistreiber

Ein großes Thema für die Bauunternehmer sind naturgemäß auch die steigenden Baukosten. Keckeis sieht im Hinblick auf die Preisentwicklung, dass die großen Preistreiber im Bau von externer Seite kommen. „Beim Bau einer Wohnanlage entfallen zum Beispiel ein Viertel der Kosten auf Steuern und Gebühren, ein Viertel auf den Grundstücksanteil und nur etwa die Hälfte auf sämtliche Baukosten“, so der Innungsmeister.

Gegen höhere Besteuerung

Als wesentlichen Kostenfaktor für die Zukunft bezeichnet Keckeis die Grundstückspreise und fordert hier wirkungsvolle Maßnahmen. Die Vorarlberger Bauinnung unterstützt die Vorschläge der Petition von Bürgermeistern und Architekten, allerdings mit einer wesentlichen Ausnahme. Keckeis: „Wir sind gegen eine höhere Besteuerung von Grund und Boden, da dies wiederum zu einer weiteren Preissteigerung beim derzeit schon stark überhitzten Grundstücksmarkt führen würde.“