Für diesen Sommer liegt Tourismus-Latte hoch

22.05.2017 • 20:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Grandiose Landschaften und „Gastgeben nach Vorarlberger Art“ als Tourismus-Erfolgsfaktoren. Berchtold
Grandiose Landschaften und „Gastgeben nach Vorarlberger Art“ als Tourismus-Erfolgsfaktoren. Berchtold

Nach dem Rekordsommer 2016 hoffen Vorarlbergs Touristiker auch heuer auf eine ähnlich erfolgreiche Saison.

Dornbirn. (VN-sca) 1,2 Millionen Gästeankünfte, 3,9 Millionen Nächtigungen. Noch nie in der Geschichte des Vorarlberger Tourismus urlaubten in einem Sommer mehr Gäste im Land als im vergangenen Jahr. Das lässt Hoteliers und Destinationsmanager auch für dieses Jahr hoffen, zumal die Anstrengungen fruchten, um Vorarlberg den potenziellen Gästen schmackhaft zu machen. Allerdings liegt die Latte nach dem Rekordjahr hoch.

Die Stimmung ist gut, denn in Deutschland ist die Reiselust zuletzt weiter gestiegen, und bevorzugte Ziele sind solche, die als sicher gelten. Dazu zählt auch Vorarlberg.
„Wir haben in den vergangenen Jahren davon profitiert, dass die weltpolitische Lage so ist, wie sie ist“, so Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, Aufsichtsratsvorsitzender der Vorarlberg Tourismus GmbH. Aber freilich könne man deswegen nicht die Hände in den Schoß legen, sondern müsse die Gelegenheit nutzen, um die Gäste langfristig für Vorarlberg zu interessieren.

Erfolgreiche Positionierung

Das scheint zu gelingen. Die Imagewerte der Urlaubsmarke Vorarlberg haben sich sehr positiv entwickelt, berichtet der Direktor von Vorarlberg Tourismus, Christian Schützinger, über neueste Zahlen aus der deutschen Reiseanalyse. Die Faktoren „regionale Küche“ und „gastfreundliche Bevölkerung“ haben „über zehn Prozent an Bedeutung gewonnen“. Erfreulich: Die für den Vorarlberger Tourismus wichtigsten Imagefaktoren „Aktivität in den Bergen“ und „Skifahren“ haben nichts an Attraktivität eingebüßt und sind nach wie vor auf hohem Niveau. Werte, auf die man weiter aufbauen werde, so Schützinger.

Tourismusmanufaktur

„Gastgeben auf Vorarlberger Art“ ist denn auch ein gemeinsames Projekt, in dem die Tourismusorganisationen, die Interessenvertreter und die Gastgeber selbst weiter am Image arbeiten. Rund zehn Veranstaltungen zum Thema haben seit Start der Pilotphase im vergangenen Jahr stattgefunden. Es gehe dabei nicht um die bedingungslose Steigerung der Gästezahlen, sondern um die Verbesserung des Angebots. „Wir sehen uns als Tourismusmanufaktur, die Angebote maßschneidert“, erläutert Schützinger die Strategie.

Die setzt heuer übrigens auf das Ganzjahresthema „Augenweide“, nachdem die vergangenen Jahre den Themen „Baukultur“, „In Bewegung“ und „Genießen“ gewidmet waren. Geschichten rund um Landschaft, Kultur und besondere Plätze sollen den rund 80 Prozent deutschen Gästen und einer zunehmenden Zahl an Besuchern aus anderen Ländern Gusto auf Vorarlberg machen. Mit der Carmen-Premiere bei den Festspielen hat man heuer zudem einen sicheren Gästemagneten im Programm. Viele Gäste erwarten sich Rüdisser und Schützinger auch vom Skyspace-Projekt Lech des weltbekannten Künstlers James Turrell.

April mit Rekordzahlen

Der April versöhnte die Touristiker halbwegs mit dem Winter. Gezählt wurden im April 140.000 Gästeankünfte (+37 Prozent) und 495.000 Nächtigungen (+ 66 Prozent). Damit zählt die gerade zu Ende gegangene Saison zu den top drei bei den Übernachtungen und ist auf Platz zwei bei den Gästeankünften.

Wir tragen den Berg ja schon im Namen unseres Landes.

Christian Schützinger

Tourismus in Zahlen

November 2016 bis April 2017 (vorläufige Zahlen):

» Gästeankünfte: 1.203.727
(-1,9 Prozent)

» Übernachtungen: 4.890.479
(- 4,4 Prozent)

Sommersaison 2016:

» Gästeankünfte: 1,2 Mill.
(+4,7 Prozent)

» Übernachtungen: 3,9 Mill.
(+6,5 Prozent)